Wie gut ist die HCD-Defensive?
Roman Michel (Zeitung Südostschweiz): 5/10 Steinböcke
167 Gegentore hat der HCD in der Qualifikation 2018/19 kassiert – so viele wie sonst nur Aufsteiger Rapperswil-Jona. Samuel Guerra und Lorenz Kienzle (beide von Ambri) sollen helfen, die Schiessbude der Liga zu verstärken. Vor allem Rückkehrer Guerra könnte eine prägende Rolle einnehmen – bei Ambri machte er zuletzt die beste Saison seiner Karriere. Und sonst? Vieles hängt von der Rückkehr von Magnus Nygren ab. Der Schwede ist mit seinen defensiven Qualitäten und seiner Erfahrung unverzichtbar. Dass er drei Monate ausfällt, ist ein harter Dämpfer.
Jan Zürcher (TV Südostschweiz): 6/10
Dass Davos vergangene Saison die statistisch schwächste Defensivabteilung der Liga hatte, unterstrich die Fehleranfälligkeit und Verunsicherung in der Bündner Verteidigung. Auch in dieser Saison sehe ich die Defensive als Herausforderung für den HCD, obschon mit Guerra und Kienzle zwei erfahrene Verteidiger zu den Bündner dazugestossen sind und für eine koordiniertere und stabilere Abwehr sorgen sollten. Besonders der Ausfall von Nygren wird den HCD in der so wichtigen Startphase der Saison mit Auswärtsspielen in Serie schwächen. Aber: Der neue Defensivcoach Waltteri Immonen hat einen grossen Erfahrungsschatz in der National League und kann die Davoser Defensive neu sortieren und wieder festigen.