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Regionalsport

Kantersieg im «Spitzenkampf»: Nati schrammt gegen Österreich knapp am Stängeli vorbei

Die Schweiz zerzaust Österreich nach allen Regeln der Kunst: 9:0. Und regt immer mehr zum Träumen an. Ein baldiger HCD-Verteidiger fällt mit feinem Händchen auf, die Bündner sind an Toren beteiligt.
Roman Michel
gestern um 18:33 Uhr
gestern um 21:11 Uhr

Das Spiel

Am Montag braucht die Nati gegen Deutschland fast eine halbe Stunde bis der Knoten platzt. Im Spitzenspiel gegen das zuvor ebenfalls noch ungeschlagene Österreich dröhnt schon nach fünf Minuten «Richi» durch die Boxen. Malgin legt wunderbar auf Rochette rüber, der problemlos einnetzt. Weil Meier kurz darauf nach einem herrlichen Doppelpass mit Egli nachlegt, nimmt die Schweizer Party früh seinen Lauf. Bis zur ersten Pause kommen zwei weitere Treffer (Hischier und Riat) sowie ein Pfostenschuss (Biasca) dazu. So lautet die einzige Frage nach dem ersten Durchgang: Wie hoch fällt dieser Schweizer Sieg aus? Antworten gibts schon früh im zweiten Drittel. Erst treffen Hischier und Türkauf innert gerade einmal 21 Sekunden. Dann profitiert Rochette vom Fehlgriff des Österreichischen Goalies. 7:0 nach 33 Minuten. Die Schweizer zerzausen den Nachbarn nach allen Regeln der Kunst. Bemerkenswert ist die Effizienz der Schweizer: Gerade einmal 18 Abschlüsse brauchen sie für die sieben Treffer.

Nach 44 Minuten geht erstmals die Welle durchs Stadion. Diese Nati regt zum Träumen an. Vier Spiele, vier Siege. Wobei nicht nur die Resultate überzeugen sondern auch die Art und Weise. Nati-Goalie Genoni hat am Mittwoch nicht allzu viel zu tun. Im Gegenteil: Es sind seine Vorderleute, die im dritten Durchgang weiter Dampf machen. Nach dem feinen Pässchen von Rochette trifft Riat im Powerplay zum 8:0. Kurz vor der Sirene setzt Bertschy mit dem 9:0 den Deckel drauf. Die Schweiz feiert den bislang höchsten Sieg am Heimturnier. Und für Genoni gibts den 13. WM-Shutout – Weltrekord.

Die HCD-Spieler und Bündner

Nino Niederreiter: Der NHL-Stürmer holt im ersten Drittel die Strafe raus, die am Ursprung des 4:0 steht. Kurz vor der ersten Pause verzieht Niederreiter knapp. Spielt wie schon am Montag in der zweiten Powerplay-Linie. Noch wartet der Churer aufs erste Turniertor.

Ken Jäger: Erhält beim 5:0 zwar keinen Assistpunkt. Der Davoser sorgt vor dem Kasten der Österreicher zusammen mit Niederreiter aber für Verkehr und macht so den Weg für Hischier frei.

Simon Knak: Versucht, seinen Speed auszuspielen, wird von seinen Gegenspielern aber immer wieder abgedrängt. Stark, wie Knak bei 6 gegen 5 im dritten Drittel die Scheibe in Schweizer Händen behält. Wie in allen Spielen zuvor steht der Stürmer auch gegen Österreich in der Starting 6, die beim ersten Bully auf dem Eis ist.

Dominik Egli: Der herrliche Doppelpass mit Meier ebnet den Weg zum 2:0. Kurz vor der ersten Pause legt der Verteidiger eine tolle Chance von Josi auf. Defensiv hat Egli, der zum HCD zurückkehrt, alles im Griff.

Sven Jung: Ist zwar bloss als siebter Verteidiger auf dem Matchblatt, kommt aber dennoch zu seinen Einsätzen. Etwa im Boxplay, als Jung im ersten Drittel einen gefährlichen Abschluss blockt. Beim 9:0 darf er sich gar noch einen Assist gutschreiben lassen.

Sandro Aeschlimann, Lukas Frick: Reto Berra ist nach seiner Lungenentzündung wieder fit. Und darf als Nummer 2 hinter Genoni auf der Bank Platz nehmen. Heisst auch: Für Sandro Aeschlimann hats keinen Platz im Schweizer Kader. Gleiches gilt auch für Verteidiger Frick.

So gehts weiter

Vier Spiele, vier Siege – die Schweiz rauscht durch ihr Heimturnier. Und regt zum träumen an. Erst einmal gehts aber am Donnerstag gegen Grossbritannien weiter. Die Briten sind noch ohne Sieg. Und haben in der Schweizer Gruppe bislang am meisten Gegentore kassiert.