HCD-Präsident Domenig: «Können bis im Herbst überleben»
Herr Domenig, vor rund zwei Monaten wurde die Eishockey-Saison frühzeitig abgebrochen. Wie ist es der Hockey Club Davos AG seither ergangen?
Gaudenz Domenig: Wir hatten zum Ende der Saison die zwei Geisterspiele und danach fielen die Playoffs aus. Bisher haben wir genügend Liquidität, um zu überleben. Nun wird es zunehmend schwieriger. Die Einnahme-Ausfälle der Playoff-Spiele schmerzen. Jedoch können wir diese doch einigermassen verdauen.
Auch im HC Davos wurde Kurzarbeit eingeführt. Wie funktioniert der Betrieb im Klub aktuell?
Dieser wird jetzt langsam wieder hochgefahren. Teile der Geschäftsstelle arbeiten schon intensiv. Im Verkauf kann noch nicht wirklich gearbeitet werden, das kommt nun aber bald dazu. Ebenso hat die erste Mannschaft das Training wieder aufgenommen.
Wie der HCD am Montag ins Training startete
Diverse Klubs im Fussball und im Eishockey berichten über Lohnverzichte bei den Spielern. Ist das auch beim HCD ein Thema?
Bisher arbeiten wir ohne Lohnreduktionen. Wie bei anderen Klubs auch haben die Spieler fixe Verträge, bei denen die rechtlichen Mittel für einen Lohnausfall fehlen. Jedoch gehen wir davon aus, dass die Spieler bereit wären zu helfen, sollte es «ums Lebige gehen». Wir haben erst gerade die alte Saison abgeschlossen. Diskussionen wie diese, stehen bei uns erst am Beginn.