Der HCD muss sich reinhängen
Nach der bedeutungslosen Platzierungsrunde beginnt mit dem Playout-Final für den HC Davos und die Rapperswil-Jona Lakers der Überlebenskampf in der höchsten Liga. Zuletzt wurden bei beiden Teams zahlreiche Spieler geschont und taktische Möglichkeiten ausgelotet.
Damit ist Schluss. Entscheidend in dieser Best-of-7-Serie wird der Kopf sein, sagten die ehemaligen Spieler Marco Capaul (Rapperswil-Jona Lakers) und Daniele Paganini (Davos) in einem Interview mit der «Südostschweiz am Wochenende». Mitentscheidend dürfte auch der Start in die Serie sein.
Diesem kommt auch laut Gaudenz Domenig, Verwaltungsratspräsident des HC Davos, ein hoher Stellenwert zu. «Ich bin nicht verzweifelt und sehe gute Chancen für uns, diese Serie als Sieger zu beenden. Aber das Team muss sich reinhängen, es wird eine schwierige, eine harte Serie», sagte Domenig auf Anfrage. Der HCD sei in einer neuen, in einer ungewohnten und anderen Situation als in anderen Jahren: «Wir haben viele Playoff-Serien gewonnen. Im Playout aber haben wir keine Erfahrungen. Und wir haben wohl mehr zu verlieren als unser Gegner», so Domenig.
Kommen wir zu den Fakten:
- Pro HCD: Zahlreiche Leistungsträger haben ihre Verträge verlängert (Andres Ambühl, Enzo Corvi, Sven Jung, Magnus Nygren, Dino Wieder, Marc Wieser). Sie werden bei der Mission Ligaerhalt mit Herzblut bei der Sache sein – auch für ihre eigene Zukunft.
- Contra HCD: Niemand hat den HC Davos nach 50 Runden in dieser Lage erwartet. Auch die Mannschaft brauchte lange, um zu realisieren, wo sie stand und steht.
- Pro Lakers: Die St. Galler bereiten sich eigentlich seit dem ersten Saisonspiel auf diese Serie vor. Als Aufsteiger hatten sie zunächst keine Chance, sich für die höchste Liga zu verstärken und später rein sportlich einen sehr schweren Stand. Dennoch bliebt insbesondere das Management ruhig – zuletzt gab es am Wochenende die Vertragsverlängerung mit Trainer Jeff Tomlinson bekannt.
- Contra Lakers: Die Mannschaft hat weniger Substanz als der Gegner; sie ist letztlich für die National League zu schwach und für die Swiss League zu stark.