Bündner Skiorte buhlen um Weltcup-Rennen
Der Kampf um die Vergabe bei den alpinen Ski-Weltcuprennen ist riesig. Laut Aussagen des FIS-Präsidenten, Gian Franco Kasper, gegenüber dem «Tagesanzeiger» ist die Warteliste mehrere Seiten lang und umfasst weit über 100 Ortschaften. Zahlreiche neue Länder hegen Ambitionen, in den Ski-Weltcup einzusteigen. Aber auch in den bereits etablierten Skinationen wie Österreich oder der Schweiz ist der Verdrängungskampf hoch. Da erstaunt es nicht, dass auch verschiedene Bündner Skiorte um eine Austragung eines Rennens buhlen. Das ist gemäss «Tagesanzeiger» der Stand der Dinge bei den einzelnen Bündner Bewerbern:
St. Moritz: Kann aktuell Frauen-Weltcup-Rennen austragen. Gerade am letzten Wochenende ging im Engadin ein Super-G sowie ein Parallel-Slalom der Frauen über die Bühne. St.Moritz hätte nichts gegen eine Programmerweiterung einzuwenden, weil gemäss OK-Chef Martin Berthod kaum Mehrkosten anfielen und eine bessere Chance bestünde, wegen allfälliger Wetterkapriolen zumindest zwei Rennen durchzubringen. Vorerst aber dürfte sich nichts ändern.
Lenzerheide: Die Lenzerheide hätte gerne die Weltcup-Finals 2017 und 2019 ausgetragen, den Zuschlag kriegten sie aber erst fürs Jahr 2021. Die Bewerbung für die Finalwoche 2023 jedenfalls war nicht von Erfolg gekrönt. Der Skiort wünscht sich eigentlich einen Rennen zumindest alle zwei Jahre.
Davos: Davos soll in Zukunft abwechslungsweise mit Stockholm einen Parallel-Anlass organisieren. Das Datum dürfte aber, anders als zu einem früheren Zeitpunkt in Betracht gezogen, nicht der erste Januar sein. Diese Vergabe gilt gemäss dem Portal als beschlossene Sache, kommuniziert wurde aber vonseiten des Verbandes noch nichts. (kup)