Politik
Umwandlung gemäss dem Volkswillen
Am Montag wurden der Kreisvorstand Oberengadin und die Spitalkommission massiv für das Vorgehen bei der Umwandlung des Spitals Oberengadin in die Stiftung Gesundheitsversorgung Oberengadin kritisiert. Jetzt nehmen ihre Vertreter Stellung zu den Vorwürfen.
Zum Kritikpunkt, dass der Volksentscheid nicht eingehalten wurde, schreiben Kreisvorstand und Spitalkommission: «Die Umwandlung erfolgte gestützt auf die Beschlüsse der Oberengadiner Gemeinden im Mai und Juni 2017». Die Umwandlung selber sei durch die Spitalkommission als oberstes Leitungs- und Verwaltungsorgan erfolgt, da die Gemeinden nicht Eigentümer des Spitals seien.
Der Kreisrat habe den Umwandlungsplan am 14. Dezember genehmigt. Entgegen einem weiteren Kritikpunkt seien die Statuten nicht substanziell geändert worden. Im Sinne einer Übergangslösung sei dafür gesorgt worden, dass das Spital Anfang 2018 nicht führerlos dastehe. Die Spitalkommission amtet nur bis Ende 2019 als Verwaltungsrat. Bis dann soll dieser neu gewählt werden.