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Politik

Umfahrung Näfels nimmt weitere Hürde

14 Tage noch gehört die Hauptstrasse von der Autobahn bis Glarus dem Kanton. Danach übernimmt der Bund und ergänzt sie durch die Umfahrung Näfels. Bis die Bagger auffahren, dauert es aber noch ein paar Jahre.
17.12.2019, 04:30 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Die Umfahrung Näfels dürfte in etwa zwischen 2024 und dem Jahr 2028 realisiert werden. Das jedenfalls sieht laut dem Glarner Baudirektor der grobe Fahrplan des Bundes vor. Der Bund, der in zwei Wochen neuer Eigentümer der Strasse zwischen Autobahn und dem Glarner Hauptort Glarus wird. «Für den genauen Fahrplan ist es aber noch zu früh», relativiert Regierungsrat Kaspar Becker. Der Bund sei erst ab Neujahr zuständig und baue dann die entsprechende Projektgruppe auf.

Das zuständige Bundesamt Astra bestätigt: «Detaillierte Angaben können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht machen. Noch ist die Strasse, respektive ist das Projekt nicht in unserer Zuständigkeit», sagt der Kommunikationsbeauftragte Thomas Rohrbach.

In der Warteschlange

Wie weitere knapp 400 Kilometer heutiger Kantonsstrassen gehört die Glarner Strecke ab 1. Januar zum Nationalstrassennetz, so wie es der Neue Netzbeschluss vorsieht. Dabei übernimmt der Bund auch drei kantonale Bauvorhaben: die Umfahrung Le Locle, die Umfahrung Näfels und die Umfahrung La Chaux-de-Fonds. «Sie sollen auch in dieser Reihenfolge realisiert werden», erklärt Rohrbach. Entsprechend sei Näfels in der Liste der Projekte mit Realisierungshorizont 2030 aufgeführt.

Beschlossen ist das Projekt schon länger. An seiner jüngsten Sitzung hat der Bundesrat nun die entsprechenden Parlamentsentscheide formell in Kraft gesetzt. Konkret heisst das: den Ausbauschritt 2019 für die Nationalstrassen und gleichzeitig auch das Geld dafür gesprochen. Sofort in Angriff genommen werden ein Projekt in Crissier VD, der Bypass Luzern sowie eben die Umfahrung Le Locle.

Der Bund beginnt aber auch in Näfels nicht bei null. Der Kanton sorgt für eine reibungslose Übergabe des baureifen Projekts, was gemäss Kaspar Becker bereits läuft. Zudem unterstützt sein Baudepartement das Astra beim Landerwerb. Wie der Kanton später eingebunden wird, müsse noch festgelegt werden.

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