Über Defizite und Schule in Glarus Süd
Traktandiert zur Genehmigung durch die Stimmbürgerinnen und -bürger sind die Jahresrechnungen 2016 der Gemeinde, der Technischen Betriebe Glarus Süd sowie der drei Alters- und Pflegeheime. Die Rechnung der Gemeinde schliesst mit einem effektiven Verlust von 313 000 Franken ab. Das Defizit in der laufenden Rechnung beläuft sich indes auf 2,4 Millionen Franken bei einem Gesamtaufwand von rund 51 Millionen Franken. Das ist zwar etwas besser als budgetiert, aber aus Sicht des Gemeinderates bei einem Selbstfinanzierungsgrad von 52,7 Prozent noch nicht befriedigend.
Antrag zur Heimorganisation
Das Defizit bei den Alters- und Pflegeheimen ist von 406 000 Franken 2015 auf 730 000 Franken 2016 angestiegen. Es sei ein schwieriges Jahr gewesen, heisst es dazu im Memorial zur Gemeindeversammlung. So waren die beiden Heime in Linthal und Elm ungenügend belegt. Die Belegung sank zeitweise sogar unter 80 Prozent. Wobei betriebswirtschaftlich eine Auslastung von 95 bis 97 Prozent eigentlich unumgänglich wäre, wie die Verantwortlichen schreiben.
Um die Führung der drei Heime dringlich anders zu organisieren, wird der Gemeindeversammlung beantragt, das jetzige Organisationsreglement aufzuheben. Dieses schreibt noch eine Geschäftsleitung aus den drei Heimleitungen mit je einer eigenständigen Verwaltung pro Heim vor. Die Verwaltungskommission plant, bis zur Einführung der neuen Gemeindeordnung und Erneuerung der Betriebsbewilligung für die Heime im Jahr 2018, den Vorsitz an zwei Personen aus dem bisherigen Kreis der Heimleiter zu übergeben.
Für den Rest der Amtsdauer bis 2018 ist darüber hinaus an der Versammlung ein neues Mitglied für die Geschäftsprüfungskommission zu wählen. Bekannt ist bisher die Kandidatur von Stefan Maduz aus Elm.
Informationen zu den Schulen
Auf grosses Interesse dürften die Informationen zum Projekt Schulstandortentwicklung in Glarus Süd stossen. Das von der Gemeinde beschlossene Moratorium betreffend Schulschliessungen geht langsam seinem Ende entgegen. In der Zwischenzeit wurde im zuständigen Departement Schule und Familie sowie in diversen Arbeitsgruppen intensiv über Fragen zur Zukunft der Schule in Glarus Süd gebrütet. Darüber abgestimmt wird dann an der Gemeindeversammlung im November.