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Politik

Plängglirunse braucht weitere Dämme

Anfang August werden am Fusse des Wiggis bei der Plängglirunse in Netstal weitere Schutzdämme gebaut. Nach dem Felssturz im Februar 2016 sind dies die zweiten Sofortmassnahmen der Gemeinde Glarus.
Marco Lüthi (ml)
12.07.2017, 02:25 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Das Gebiet am Fusse des Wiggis ist auch fast anderthalb Jahre nach dem Felssturz noch nicht sicher genug: Am 12. Februar 2016 rumpelte und donnerte es in Netstal in den frühen Morgenstunden gewaltig. Gegen 6.30 Uhr lösten sich an der Wiggiswand rund 1500 Meter über dem Talboden 4000 bis 5000 Kubikmeter Gestein – was etwa dem Volumen von vier bis fünf Einfamilienhäusern entspricht. Die Felsmassen kamen nach wenigen Minuten schliesslich im Schutzkegel der Plängglirunse zum Stillstand. Ein grösserer Felsbrocken rollte bis an den Spazierweg im Buchwald, ein anderer Stein beschädigte einen Geissenstall an der Rütigasse leicht.

Schäden durch Murgänge

Als Folge des Felssturzes kam es drei Wochen danach und im darauffolgenden Juni zu Murgängen, wodurch vorwiegend Kulturland beschädigt wurde. Worauf die Gemeinde Glarus erste Sofortmassnahmen ergriff. Mit dem Ausbaggern des Gerinnes, dem Vergrössern des Geschiebeablagerungsraumes mit zwei Dämmen sowie der Entleerung des Schlammsammlers konnte der bisherige Schutz wieder hergestellt werden.

Weitere Begehungen des Gebietes mit Vertretern des Kantons und der Gemeinde haben nun gezeigt, dass weitere Sofortmassnahmen nötig sind, wie die Gemeinde Glarus am Dienstag mitteilte.

Sämtliche Wege sind gesperrt

Um auch künftig das Gebiet in der Netstaler Mugi vor Murgangschäden zu schützen, lässt die Gemeinde bis Ende September zwei zusätzliche Schutzdämme bauen. Dafür muss unter anderem rechtsseitig der Plängglirunse ein Maschinenweg angelegt werden.

Zudem würden laut Mitteilung sämtliche Fusswege zum Baustellenbereich bis Ende Jahr gesperrt, was auch für den Vitaparcours und den Waldlehrpfad gelte.

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