Kommission lehnt Velo-Antrag ab
Im Glarnerland definiert das kantonale Radroutengesetz von 1983 die Radrouten. Gemeint ist dabei die Radroute von Linthal bis Bilten. Auf 37,5 Kilometer verläuft diese abseits der Hauptstrassen auf bestehenden Strassen und Wegen. Die Routen stehen auch Fussgängern offen.
Ein 2016 vom Verein Pro Velo Linth eingereichter Memorialsantrag verlangt nun, dass die Radroute grundsätzlich zu teeren sei, sie soll zudem von den Fusswegen getrennt werden und ganzjährig offen sein. Zudem sei das Radroutennetz bis Mühlehorn auszubauen. Das Konzept dafür samt Budget ist laut Pro Velo Linth bis 2030 umzusetzen.
Kommission: «Unrealistisch»
Die Kommission hat rege über das Radroutennetz diskutiert. Das ist dem kurz gefassten Bericht der Kommission zu entnehmen. Abgesehen von einigen Schwachstellen ist sie mit dem Netz zufrieden. Mit Ausnahme eines Mitglieds befürwortet sie das Vorgehen der Regierung. Diese schlägt statt einer Gesetzesänderung vor, von 2019 bis 2022 ein Konzept mit Ausbauvarianten auszuarbeiten. Von der Hochschule für Technik Rapperswil liess sie eine Studie erstellen, um Schwachstellen zu eruieren.
Grundsätzlich schliesst sich die Kommission den Bedenken und Überlegungen der Regierung an:
- Das grundsätzliche Asphaltieren der Radroute steht im Widerspruch zu den teils auf derselben Strecke verlaufenden Wanderwegen. Eine Trennung von Radverkehr und Fussgängern sei teuer.
- Die ganzjährige Offenhaltung mit Winterdienst erfolgt bereits heute zu 80 Prozent. Eine Schwarzräumung ist aber nur auf Asphalt möglich. Deshalb bleibe der Wermutstropfen im Winter, dass rund 3,7 Kilometer nicht schwarz geräumt werde und auf 2 Kilometern keine Schneeräumung erfolge.
- Die Radroute nach Mühlehorm existiert faktisch schon.
Alle Forderungen bis 2030 umsetzen zu wollen, sieht die Kommission als unrealistisch an. Am Mittwoch beschliesst der Landrat, was er der Landsgemeinde empfehlen will.