Eine letzte Chance, die Urne zu füllen
Am Sonntag wird ein neues Parlament mit National- und Ständeräten gewählt. Es bleiben nur noch wenige Tage, ja fast Stunden, bis die letzten Wahlcouverts entgegengenommen werden.
Grundsätzlich gibt es in der Schweiz drei Möglichkeiten, zu wählen. Für die Wahlen am Sonntag gibt es jedoch genau eine sichere Variante:
- Stimmabgabe im Stimmlokal der Wohngemeinde (direkt an der Urne): Die Stimme wird direkt in einem Wahllokal abgegeben. Dafür wird einen Ausweis (Identitätskarte oder Pass) verlangt. Die Öffnungszeiten der Wahllokale sind jedoch unterschiedlich in den Bündner Gemeinden. Auf den jeweiligen Webseiten findet Ihr die Informationen dazu.
- Briefliche Stimmabgabe: Hier wird das vollständige Wahlcouvert an die Stimmgemeinde geschickt. Da die Zustellung aber ab Freitag nicht mehr gewährt ist, ist das Stimmlokal die sichere Variante.
- Die dritte Möglichkeit ist die elektronische Stimmabgabe (E-Voting): Momentan ist es in Graubünden nicht möglich, elektronisch abzustimmen und zu wählen. Eine «Pilotphase» in sechs Gemeinden ist im 2020 jedoch geplant, ab 2021 soll eine laufende Ausdehnung auf andere Gemeinden stattfinden. Die Gemeinden sollen dabei autonom entscheiden können, ob und in welchem Umfang sie E-Voting einführen wollen, heisst es auf Seiten des Kantons.
Wenn Ihr Euch noch nicht entscheiden konntet, welche Namen Ihr auf die Liste setzt, haben wir eine Hilfe bereit: Mit der Umfrage von Smartvote findet Ihr innerhalb weniger Minuten heraus, welche Kandidatinnen und Kandidaten am meisten Eure politische Meinung vertreten.
Zu der Umfrage kommt Ihr hier.
Diese Kandidaten solltet Ihr wählen
Wie war das noch mal mit Kumulieren und Panaschieren? Keine Panik, auch hier haben wir Euch eine kleine Hilfe vorbereitet:
So wird gezählt, was gemeint ist
Noch einmal Gas geben
Die niedrige Stimmbeteiligung ist in der Schweiz im Zusammenhang mit den Wahlen immer wieder Thema. Die Stadt Chur hatte bei den letzten Wahlen im Jahr 2015 beispielsweise eine Stimmbeteiligung von 35.8 Prozent. Im gesamten Kanton beteiligten sich 45.98 Prozent der Stimmberechtigten.
Auch die aktuelle Stimmbeteiligung von Chur ist auf deren Webseite ersichtlich. So sind bis am Mittwoch, 16. Oktober, 6800 Wahlcouverts bei der Stadt eingegangen. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 27.3 Prozent. Als Vergleich: Vor vier Jahren waren es zum gleichen Zeitpunkt 7200 eingegangene Couverts und eine Stimmbeteiligung von 29.4 Prozent.
Wer also noch nicht gewählt hat und stimmberechtigt ist: Ran an die Urnen!