Auf grosses Kantonsgezwitscher müssen Glarner noch warten
So schlecht ist der Kanton Glarus in den Sozialen Medien gar nicht aufgestellt. Da gibt es einen Flickr-, Twitter-, Facebook-, Linkedin und Youtube-Account, und mit einer Glarus App und den Portalen www.glarnerland.ch oder www.glarneragenda.ch sorgt der Kanton für weitere digitale Präsenz.
Praktisch überall liegt das Hauptgewicht aber auf dem Kantonsmarketing. Topaktuell sind dagegen zum Beispiel die Beiträge auf Twitter oder Facebook, die über Links auf die Website des Kantons beziehungsweise direkt zum gestrigen Bulletin des Regierungsrates führen (siehe auch Seiten 2 und 3). In diesem steht dann auch, dass speziell die Social-Media-Kanäle besser bewirtschaftet werden sollen – wenn auch erst in etwa einem halben Jahr.
Die Lücken sind geschlossen
Das Informations- und Kommunikationskonzept von 2005 habe sich zwar bewährt, schreibt der Regierungsrat. «Es wies aber Lücken in den Bereichen Social Media und Kommunikation in ausserordentlichen Lagen auf.» Mit der Überarbeitung seien diese Lücken nun geschlossen worden. Per 1. Januar 2018 in Kraft gesetzt wird somit das neue Kommunikations- und Social-Media-Konzept sowie das «Corporate Identity/Design-Manual», also die Richtlinien für die einheitliche Identität samt dem Handbuch dazu, wie der Auftritt gegen aussen gestaltet werden soll.
Noch keine News aus Newsroom
Für Information und Kommunikation soll eine neue Stelle geschaffen werden. Die Person, die diese dann besetzt, soll den Landrat, den Regierungsrat und die Verantwortlichen in den Departementen unterstützen. Und auf der Webseite des Kantons soll ein Newsroom eingerichtet werden.
Noch fehlt dafür aber das Geld. Denn: «Das benötigt mehr personelle Kapazitäten in Form eines Social-Media-Redaktors», steht im Bulletin. Und weil der Landrat den Antrag auf das Einrichten einer solchen Stelle zurückgewiesen habe, könne das Social-Media-Konzept vorläufig nicht umgesetzt werden. «In der zweiten Hälfte 2018 soll jedoch der Newsroom mit externer Hilfe im Sinne eines Versuchsbetriebs aufgenommen werden». Und die Kommunikation in Notfällen regelt ein Behelf der Führungsorganisation.