×

Koch spricht von Schwankungen und warnt vor Überbewertung

Der Bundesrat hat am Donnerstag über den aktuellen Stand der Dinge rund um das Coronavirus informiert. Dabei ging es auch um die Auswertung von Handydaten und Trendanlaysen.

Südostschweiz
Donnerstag, 26. März 2020, 15:40 Uhr Coronavirus

10'700 Ansteckungen, 161 Todesfälle. Stand Donnerstag, 26. März, nannte Daniel Koch, Leiter der Abteilung übertragbare Krankheiten beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) die neuesten Infektionszahlen.

In den vom BAG täglich vermeldeten Zahlen gibt es grosse Schwankungen. Die Fälle würden von den Kantonen und Praxen nicht immer gleich schnell und in gleichem Rhythmus gemeldet, sagte Koch dazu.

Das sei auch der Grund, weshalb er vor einer Überbewertung der täglichen Zahlen im Einzelnen warne. Das BAG sei derzeit dabei, eine Trendanlayse zu erarbeiten. Daraus liessen sich dann erste verlässliche Schlüsse ziehen.

Handydaten auswerten

Vergangene Woche hatte der Bund angekündigt, anonymisierte und allgemeine Handydaten auszuwerten, um die Bewegungen von Personen zu analysieren. Erste Ergebnisse zeigen nun, dass sich die Bevölkerung grundsätzlich an die vom Bundesrat verordneten Verbote hält. Daniel Koch, Leiter Abteilung Übertragbare Krankheiten BAG, betonte am Donnerstag am Point de Presse in Bern noch einmal, dies sei "keine Überwachung." Aktuelle Bewegungen liessen sich nicht verfolgen.

Flugzeug mit 231 Schweizern aus Peru in Zürich gelandet

Die Schweiz hat am Donnerstag hunderte weitere Menschen aus Südamerika in die Heimat zurückholt. Am Morgen landete im Rahmen der grössten Rückholaktion des Landes die vierte Charter-Maschine am Flughafen Zürich. An Bord des Fliegers aus der peruanischen Hauptstadt Lima befanden sich 288 Passagiere.

Armee bietet weitere Sanitätskompanien auf

Die Armee bietet im Kampf gegen das Coronavirus weitere Einheiten auf, wie Brigadier Raynald Droz, Stabschef Kommando Operationen beim VBS, am Donnerstag erklärte. Es handelt sich um vier Kompanien des Sanitätsdienstes. Auch alte Durchdiener dieser Truppengattung sollen mithelfen.

Bis am Donnerstag sind 570'000 Anträge auf Kurzarbeitsentschädigung. Damit sind rund 11 Prozent der Erwerbstätigen betroffen. Das sagte Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), vor den Bundeshausmedien.

Besonders betroffene Branchen sind Gastgewerbe, Gastronomie, Hotellerie, Kunst oder Unterhaltung. Die Zahlen zeigten, dass weiter gearbeitet werde, wenn auch mit deutlich geringerer Intensität, sagte Zürcher. «Es soll auch weiter gearbeitet werden.» Gleichzeitig müsse alles zum Schutz der Arbeitnehmenden unternommen werden. (sda)

Kommentar schreiben

Kommentar senden

Ich möchtemal wissen ,ob die Grippeschutzimpfung vom Herbst 2019,den Corona Virus dämpft,also ein Schutzwirkung beeinhaltet, denn diese Frage wurde in den jeweiligen Sondersendungen nicht gestellt ?.

Mit freundlichen Grüssen Jules Fischli aus Näfels