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Politik

16-jährige Umweltaktivistin in Davos eingetroffen

Sie gilt als «heimlicher Star» beim diesjährigen WEF in Davos: Die 16-jährige Umweltaktivistin Greta Thunberg aus Schweden. Sie hat ihre rund 30-stündige Anreise auf sozialen Medien mit der Welt geteilt.
23.01.2019, 11:23 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Sie löste eine weltweite Protestbewegung – den «Schülerstreik für das Klima» – aus: die schwedische Schülerin Greta Thunberg. Auch in der Schweiz gehen seit ein paar Wochen Schülerinnen und Schüler nach ihrem Vorbild auf die Strasse und demonstrieren für einen besseren Klimaschutz.

Am Mittwochmittag ist die junge Aktivistin in Davos angekommen. Dafür nimmt sie eine insgesamt 65-stündige Reise (hin und zurück) in Kauf und dokumentiert diese laufend auf ihrem Instagram-Account.

Mit dem Morgenzug gings los

 

In Stockholm beginnt ihre Reise. Mit Koffer und Demonstrations-Schild steigt sie in den Zug nach Malmö.

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Lunch in Denmark.

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In Dänemark gibt es einen Lunch mit veganem Salat, Brot, Aufstrich und Bananen. Knapp 30'000 Likes bekommt Greta Thunberg für diesen Schnappschuss aus dem Zug.

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Goodnight from the night train to Zürich.

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«Gute Nacht aus dem Nachtzug», schreibt Greta Thunberg zu diesem Bild. Sie befindet sich hier bereits in Niedersachsen in Deutschland. Etwas mehr als die Hälfte des Weges ist geschafft.

Weil Flugreisen viel CO2 ausstossen und damit klimaschädlich sind, entschied sie sich für die Anreise per Zug. Man könne die Zeit in der Bahn gut nutzen, um allerlei Dinge zu tun – zum Beispiel eine Rede zu schreiben.

Am Mittwochmittag traf Thunberg in Davos ein, wo sie sofort von nationalen und internationalen Medien belagert wurde. «Ich weiss, was ich will. Und ich weiss, was richtig ist», sagte sie nach der Ankunft zu den Medien. Sie sehe die Fakten, und sie sehe, was getan werden müsse. Sie habe entschieden das zu tun, weil sie sich schlecht fühlen würde, wenn sie nichts unternehmen würde. Im Gepäck: ein Rucksack, ein kleiner roter Koffer und ein Demonstrationsschild mit der Aufschrift «Skolstrejk for klimatet» (Schulstreik fürs Klima).

«Mächtige haben versagt»

Sie wolle den Mächtigen in Davos sagen, dass sie versagt hätten. Und dass kein anderes Thema mehr eine Rolle spiele, wenn man das Klimaproblem jetzt nicht angehe. Vom Weltwirtschaftsforum erwartet sie jedoch «nichts», wie sie sagte. «Solange die Menschen nicht erkennen, wie dringend die Situation sei, und was getan werden muss, kann man keinen Druck aufsetzen», sagte sie. Und wenn man das nicht könne, könnten sie das Problem einfach ignorieren.

Greta Thunberg kündigte an, bis Freitag beim WEF dabei zu sein. Sie setzt sich an vorderster Front für ein stärkeres Klimabewusstsein ein. Sie fordert, dass mehr gehandelt und weniger bloss über den Klimawandel geredet wird. Im Rahmen ihrer Protestaktion «Schulstreik fürs Klima» demonstriert sie jeden Freitag vor dem Reichstag in Stockholm. Die Aktion fand bereits Nachahmer in aller Welt.

Auf der Uno-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz hatte sie im Dezember gesagt: «Wir müssen verstehen, was für ein Chaos die älteren Generationen angerichtet haben, das wir nun aufräumen und mit dem wir leben müssen.» (sda)

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