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Panorama

Swiss-Maschine muss in Kanada notlanden – das steckt hinter dem Notsignal

Ein Swiss-Flug von Zürich nach New York muss ungeplant in Kanada landen. Zuvor setzt die Crew über dem Atlantik ein Notsignal ab. Nun ist der Grund bekannt.
Nikola Brankovic

Ein Swiss-Flug auf dem Weg von Zürich nach New York musste am Donnerstagabend seine Reise unterbrechen. Statt wie geplant in den USA landete die Maschine ausserplanmässig im kanadischen St. John's auf Neufundland. Zuvor hatte die Crew über dem Nordatlantik das Notsignal 7700 abgesetzt.

Swiss-Maschine setzt in 11'000 Metern Höhe Notsignal ab

Betroffen war der Swiss-Flug LX14 von Zürich nach New York. Kurz nach 19.30 Uhr setzte die Maschine am Donnerstagabend auf einer Höhe von rund 11'000 Metern das Notsignal ab.

Die Cockpit-Crew entschied sich aufgrund des medizinischen Zwischenfalls für eine ausserplanmässige Landung in St. John's. In Absprache mit der örtlichen Flugsicherung wurde zusätzlich der Notfallcode 7700 gesetzt. Dadurch konnte der Flug bei der Landung prioritär behandelt werden. Sinkflug und Landung verliefen ohne Probleme.

Swiss-Notlandung: 234 Passagiere waren an Bord

Nach Angaben der Swiss befanden sich 234 Passagiere an Bord. Der betroffene Passagier wurde nach der Landung in St. John's in ärztliche Obhut übergeben.

Für die übrigen Reisenden ging es anschliessend weiter: Nach dem Zwischenstopp konnte die Maschine ihre Reise in Richtung New York fortsetzen.

Das bedeutet der Notfallcode 7700

Der übermittelte Code 7700 steht für eine allgemeine Notlage. Er kann beispielsweise bei einem medizinischen Notfall, technischen Problemen oder anderen Situationen verwendet werden, in denen ein Flugzeug besondere Priorität benötigt.

Ein solches Signal bedeutet deshalb nicht automatisch, dass das Flugzeug oder seine Passagiere unmittelbar in Gefahr sind. Im aktuellen Fall ermöglichte es der Besatzung, möglichst schnell und ohne unnötige Verzögerungen in Kanada zu landen.

Bereits mehrere Swiss-Flüge mussten ihre Route ändern

Es ist nicht der erste Zwischenfall auf einem Swiss-Flug in Richtung USA innerhalb weniger Wochen. Mitte August musste eine Maschine von Zürich nach Boston ausserplanmässig in Dublin landen. Dort hatte eine überhitzte Powerbank für Rauchentwicklung an Bord gesorgt.

Bereits Ende Juli war ein Swiss-Flug nach New York nach Bangor im US-Bundesstaat Maine umgeleitet worden. Damals hatte eine in einem Sitz eingeklemmte Ladebox für Kopfhörer zu Rauchentwicklung geführt.

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