Nach der «Amoktat» in Aarau: Jetzt wird die Psyche des Tatverdächtigen untersucht
Nach der «Amoktat» in Aarau bleiben Fragen zum psychischen Zustand des Tatverdächtigen. Eine Untersuchung soll nun zeigen, wie schwerwiegend seine Probleme sind und welche Rolle sie bei der Tat gespielt haben könnten.
Psychische Probleme beim Tatverdächtigen
Nach der tödlichen «Amoktat» im Aarauer Schachen rückt nun auch der psychische Zustand des 43-jährigen Tatverdächtigen in den Fokus der Ermittlungen. Der Mann soll selbst angegeben haben, bereits seit längerer Zeit gesundheitliche beziehungsweise psychische Probleme zu haben. Auch die Behörden sehen entsprechende Hinweise.
Welche Erkrankung oder Störung tatsächlich vorliegen könnte und wie ausgeprägt diese ist, muss nun jedoch fachlich untersucht werden. Eine psychiatrische Begutachtung soll weitere Erkenntnisse liefern. Entscheidend dürfte dabei auch die Frage sein, in welchem psychischen Zustand sich der Mann zum Zeitpunkt der Schüsse befand.
Psychiatrisches Gutachten soll Klarheit bringen
Die vermuteten psychischen Probleme des Tatverdächtigen werden nun genauer untersucht. Ein psychiatrisches Gutachten soll unter anderem klären, ob eine psychische Störung vorliegt und welche Bedeutung diese für die Tat und das weitere Verfahren haben könnte.
Eine solche Beurteilung kann bei einem späteren Strafverfahren eine wichtige Rolle spielen. Allein die Tatsache, dass jemand psychische Probleme hat, bedeutet allerdings noch nicht, dass die Person für eine Tat nicht oder nur eingeschränkt verantwortlich gemacht werden kann.
Entscheidend ist vielmehr der Zustand zum Zeitpunkt der Tat. Das Schweizer Strafgesetzbuch unterscheidet dabei insbesondere zwischen voller Schuldfähigkeit, verminderter Schuldfähigkeit und Schuldunfähigkeit.

