Kindersitze im Kassensturz-Test: Vor diesen acht Modellen wird gewarnt
Wie SRF «Kassensturz» über den aktuellen europäischen Kindersitz-Test berichtet, sprechen TCS, ADAC und ÖAMTC Warnungen für insgesamt acht Modelle aus. Bei den Crashtests zeigten sich erhebliche Sicherheitsmängel.
Diese acht Kindersitze fallen im Crashtest auf
Sieben der betroffenen Sitze sind bauähnliche Modelle, die unter unterschiedlichen Markennamen angeboten werden. Laut TCS weisen sie gravierende Sicherheitsprobleme auf.
Bei den Crashversuchen versagte die untere Befestigung, wodurch die Sitzschalen mitsamt Dummy durch den Fahrzeuginnenraum geschleudert wurden. Die Modelle erfüllen zwar die gesetzlichen Zulassungsanforderungen, dennoch raten TCS und ADAC dringend vom Kauf ab. Betroffen sind:
- Buf Boof Tweety Plus
- Ding Aiden 360
- Kidiz 360
- KidsZone i-Size 360
- Lettas i-Size 360
- Miophy i-Size 360
- Xomax 946i
- Kinderkraft Mink Pro 2 in Kombination mit der Base Mink FX
Beim Kinderkraft-Modell liegt das Problem ausdrücklich an der Kombination mit der Isofix-Basis. Beim Frontalcrash löste sich die Babyschale von der Basis und wurde nach vorn geschleudert. Ohne die Basis und korrekt mit dem Fahrzeuggurt befestigt, zeigte die Babyschale in den Tests dagegen einen guten Schutz. Kinderkraft bietet für die Kombination mit der Basis einen Austausch oder eine Rückgabe an.
Kindersitz-Test: Dieses Modell schneidet am besten ab
Der Test bringt allerdings nicht nur schlechte Nachrichten. Testsieger ist der Foppapedretti Disk Infant i-Size in Kombination mit der Tech i-Size-Basis. Bei «Kassensturz» erreicht das Modell mit 72 von 100 Punkten das Gesamturteil «sehr gut».
Auch mehrere weitere Modelle erhalten gute Bewertungen. Dazu gehören unter anderem der Silver Cross Glide Plus 360, der Cybex Sirona Ti, der Kinderkraft Junior Fix 2 i-Size sowie der Cybex Pallas G3.
Der ADAC bestätigt ebenfalls den Foppapedretti Disk Infant i-Size mit Basis als bestbewertetes Modell seines aktuellen Vergleichstests.
Was Eltern bei gebrauchten Kindersitzen beachten sollten
Vorsicht ist laut den Testern auch bei gebrauchten Kindersitzen geboten. Entscheidend ist unter anderem, ob ein Sitz bereits stark beansprucht oder möglicherweise in einen Unfall verwickelt war. Gerade bei unbekannter Vorgeschichte kann sich der tatsächliche Zustand nur schwer beurteilen.
Beim Kauf eines Kindersitzes lohnt sich deshalb nicht nur ein Blick auf Preis und Altersbereich. Der aktuelle Test zeigt, dass selbst zugelassene Modelle in anspruchsvolleren Verbraucherschutz-Crashtests erhebliche Schwächen offenbaren können.
Zum Kindersitz-Test bei SRF «Kassensturz»
Quellen: SRF «Kassensturz», Touring Club Schweiz (TCS), ADAC.
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