Kassensturz findet resistente Keime in Import-Poulet – darauf kommt es beim Kochen an
Poulet ist schnell zubereitet und vielseitig einsetzbar. Doch rohes Geflügelfleisch verlangt sorgfältige Küchenhygiene. Eine am Dienstag veröffentlichte Untersuchung von «Kassensturz» und dem Konsumentenmagazin «K-Tipp» richtet den Blick auf Bakterien, gegen die bestimmte Antibiotika nicht mehr wirken. Für die gemeinsame Stichprobe wurden 16 Pouletbrustfilets im Labor untersucht: zehn aus Schweizer Produktion und sechs aus der EU. Bei drei Importproben wurden ESBL-bildende Bakterien nachgewiesen.
Was der Poulet-Test zeigt – und was nicht
In den zehn Schweizer Proben fand das Labor weder die untersuchten ESBL-bildenden Bakterien noch MRSA. Auch drei der sechs Importproben blieben bei diesen Untersuchungen unauffällig.
Die Ergebnisse beziehen sich auf die getesteten Proben. Sie belegen weder, dass Import-Poulet grundsätzlich belastet ist, noch dass Schweizer Geflügelfleisch generell frei von Krankheitserregern ist.
Laut SRF erklärten die betroffenen Händler, die Befunde ernst zu nehmen und mit ihren Lieferanten beziehungsweise Herstellern weitere Schritte zu prüfen. Den vollständigen Test mit den Einzelresultaten veröffentlicht SRF hier.
Was sind ESBL-bildende Bakterien?
ESBL bezeichnet keine eigene Bakterienart, sondern bestimmte Enzyme, die Bakterien bilden können. Diese Enzyme machen verschiedene Antibiotika unwirksam. Dadurch kann die Behandlung einer Infektion erschwert werden.
