Apple stattet seine neuen Pro-iPhones mit neuer Kamera- und Prozessortechnik sowie zusätzlichen Funktionen von Apple Intelligence aus. Gleichzeitig steigen die Akkulaufzeiten, die Dynamic Island wird kleiner und beim Speicher gibt es erstmals eine Variante mit 2 TB.
iPhone 18 Pro: A20 Pro wird im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt
Im iPhone 18 Pro und Pro Max arbeitet der A20 Pro. Der Chip basiert auf 2-Nanometer-Technologie und verfügt über eine CPU mit sechs Kernen. Zwei davon sind neue Hochleistungskerne, die laut Apple bis zu 20 Prozent schneller arbeiten. Hinzu kommen vier Effizienzkerne.
Die GPU wächst auf sieben Kerne und soll bis zu 40 Prozent mehr Leistung bieten. Für KI-Berechnungen stehen eine Neural Engine mit 32 Kernen und zusätzliche Neural Accelerators zur Verfügung. Die Speicherbandbreite wurde um 50 Prozent erhöht.
Apple hat dafür auch das Kühlsystem angepasst. Die Vapor Chamber besitzt die dreifache Oberfläche jener im iPhone 17 Pro. Zusammen mit Graphit und weiteren wärmeleitenden Materialien soll dies dafür sorgen, dass der Prozessor seine Leistung länger halten kann. Apple beziffert den Zuwachs bei der dauerhaften Leistung gegenüber dem iPhone 17 Pro mit bis zu 40 Prozent.
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Kamera erhält eine variable Blende
Die 48-Megapixel-Hauptkamera des iPhone 18 Pro arbeitet neu mit einer variablen Blende. Sechs bewegliche Lamellen regulieren, wie viel Licht auf den Sensor fällt. Die Öffnung passt sich automatisch an die Aufnahmesituation an.
Wird die Blende verkleinert, nimmt die Schärfentiefe zu. Das kann etwa bei Gruppenbildern helfen, bei denen Personen auf unterschiedlichen Ebenen scharf abgebildet werden sollen.
Wer die Einstellungen selbst kontrollieren möchte, erhält mit den neuen Pro Controls Zugriff auf Blende, Verschlusszeit und Weissabgleich. Auch ein Histogramm zur Kontrolle der Belichtung steht zur Verfügung. Die Einstellungen lassen sich bei Fotos und Videos verwenden.
Bei Videoaufnahmen kommen weitere Funktionen hinzu. Timelapse unterstützt 4K mit Dolby Vision HDR. Cinematic-Effekte lassen sich teilweise nach der Aufnahme anwenden. Ein neues Fokus-Tracking nutzt lokale KI-Modelle, um bewegte Personen oder Objekte im Fokus zu halten. Verlässt ein Motiv kurz das Bild, soll die Kamera es beim Wiedereintritt wieder erfassen können.
Apple führt einen Echtheitsnachweis für Fotos ein
Mit «Apple Reference Image» will Apple nachvollziehbar machen, ob ein Bild tatsächlich mit der Kamera aufgenommen wurde. Dazu signiert die Hauptkamera die Bilddaten bereits bei der Aufnahme auf Pixelebene.
Aus den signierten Daten wird über Private Cloud Compute ein unveränderbares Referenzbild erzeugt. Dieses bleibt neben der bearbeitbaren Aufnahme erhalten und dient als digitales Negativ. Damit soll sich später überprüfen lassen, was sich zum Zeitpunkt der Aufnahme vor der Kamera befand.
Siri greift stärker auf persönlichen Kontext zurück
Apple Intelligence erhält auf dem iPhone 18 Pro ein neues On-Device-Modell. Reicht dessen Rechenleistung nicht aus, können laut Apple leistungsfähigere Modelle über Private Cloud Compute hinzugezogen werden.
Die neue Siri kann Informationen aus persönlichen Inhalten wie Nachrichten und E-Mails miteinander verbinden. Sie berücksichtigt zudem Inhalte, die auf dem iPhone angezeigt oder von der Kamera erfasst werden. Aktionen in anderen Apps sind ebenfalls möglich. Apple nennt eine Zusammenarbeit mit mehr als 300'000 Apps und führt unter anderem WhatsApp, Audible, Outlook und Notability als Beispiele an.
Siri erhält zudem eine eigene App auf dem Home-Bildschirm. Dort lassen sich Gespräche beginnen und frühere Unterhaltungen aufrufen. Die Synchronisation zwischen Apple-Geräten erfolgt laut Hersteller privat über iCloud. In der Kamera-App kann Siri Fragen zu sichtbaren Inhalten beantworten und daraus Aktionen ableiten.
Apple Intelligence wird auch an anderen Stellen ausgebaut. Safari kann mit «Notify Me» Änderungen auf Webseiten verfolgen. In der Fotos-App lassen sich Bildränder erweitern oder die Perspektive einer Aufnahme nachträglich verändern.
Batterie: Pro Max erreicht bis zu 45 Stunden Videowiedergabe
Beim Akku nennt Apple für die reinen eSIM-Modelle bis zu 36 Stunden Videowiedergabe beim iPhone 18 Pro. Das Pro Max erreicht bis zu 45 Stunden. Nach Apples neuem Modell für die alltägliche Nutzung liegen die Werte bei bis zu 24 beziehungsweise 30 Stunden pro Ladung. Auch das Laden per Kabel wird schneller. Nach rund 15 Minuten soll der Akku zu 50 Prozent geladen sein.
Neue Farben und kleinere Dynamic Island
Beim Gehäuse stimmt Apple Aluminium und Rückglas farblich aufeinander ab. Zur Auswahl stehen Black, Silver, Glacier und Burgundy.
Die Dynamic Island fällt kleiner aus und kann drei Live-Aktivitäten parallel anzeigen. So lassen sich beispielsweise Navigation, Flugstatus und Timer gleichzeitig verfolgen.
Preis und Vorbestellung in der Schweiz
In der Schweiz startet das iPhone 18 Pro mit 256 GB Speicher bei 1199 Franken. Die Version mit 512 GB kostet 1399 Franken, für 1 TB werden 1799 Franken fällig. Das neue Modell mit 2 TB Speicher kostet 2399 Franken.
Beim iPhone 18 Pro Max beginnen die Preise bei 1299 Franken für 256 GB. Mit 512 GB kostet das Gerät 1499 Franken, mit 1 TB 1899 Franken. Die grösste Speichervariante mit 2 TB ist für 2499 Franken erhältlich.
Vorbestellungen für beide Modelle starten am 12. September um 14 Uhr. Der Verkaufsstart folgt am 18. September.