Butterzopf im Kassensturz-Test: Zwei Discounter fallen durch – dieser Zopf gewinnt | Südostschweiz
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Butterzopf im Kassensturz-Test: Zwei Discounter fallen durch – dieser Zopf gewinnt
Zwölf Butterzöpfe aus Schweizer Geschäften und Bäckereien wurden von Experten getestet. Zwei Discounter-Produkte fallen durch. Der Testsieger kommt aus einer Bäckerei-Kette.
Ob zum Sonntagsfrühstück oder beim Brunch: Der Butterzopf gehört für viele Schweizer Haushalte fest auf den Tisch. Doch wie gross sind die Unterschiede zwischen den günstigen Produkten aus dem Supermarkt und den Zöpfen aus der Bäckerei? Die SRF-Sendung «Kassensturz» hat zwölf Butterzöpfe aus Schweizer Detailhandelsgeschäften und Bäckereien von einer Fachjury degustieren lassen.
Sutter-Begg gewinnt den Butterzopf-Test mit der Note 5,1
Den ersten Platz sichert sich der «Angge-Zopf» der Basler Bäckerei-Kette Sutter-Begg. Er erreicht die Gesamtnote 5,1 und ist damit das einzige Produkt, das die Marke von 5,0 überschreitet.
Die Jury lobt insbesondere die ausgewogenen Aromen. Der Zopf schmeckt deutlich nach Butter und Milch, weist angenehme Röstaromen auf und überzeugt durch eine lockere, weiche Konsistenz.
Auch optisch hinterlässt er einen guten Eindruck: Form, Flechtung und Anstrich werden von den Fachleuten nahezu perfekt bewertet.
Der getestete Zopf wiegt 500 Gramm und kostet sechs Franken. Das entspricht 1.20 Franken pro 100 Gramm.
Coop-Bio-Butterzopf schlägt zahlreiche teure Bäckerei-Produkte
Auf dem geteilten zweiten Platz landen zwei sehr unterschiedliche Produkte: der Bio-Butterzopf von Coop und der Butterzopf der Confiserie Sprüngli. Beide erreichen die Gesamtnote 4,8.
Besonders interessant ist der Preisunterschied.
Während der getestete Sprüngli-Zopf mit 420 Gramm 6.50 Franken kostet, bezahlen Konsumentinnen und Konsumenten für den Coop-Bio-Butterzopf mit 400 Gramm nur 3.90 Franken. Umgerechnet auf 100 Gramm kostet der Coop-Zopf rund 98 Rappen, das Sprüngli-Produkt dagegen 1.55 Franken.
Beim Coop-Zopf überzeugen die Jury insbesondere die intensiven Butter- und Milcharomen sowie die weiche Konsistenz. Sprüngli punktet mit einer gelungenen Optik und einer ebenfalls guten Textur.
Damit zeigt der Test: Ein günstigeres Supermarktprodukt kann geschmacklich durchaus mit einem deutlich teureren Zopf aus einer bekannten Confiserie mithalten.
Aldi und Denner fallen im Kassensturz-Test durch
Am anderen Ende der Tabelle stehen zwei Discounter.
Der Panetteria-Butterzopf von Aldi erhält die Note 3,8 und landet auf dem letzten Platz. Die Fachjury kritisiert den unangenehmen, fremdartigen Geschmack. Typische Butter- und Rahmaromen kommen kaum zur Geltung. Auch die Konsistenz überzeugt nicht: Der Zopf wird als kompakt und teigig beurteilt.
Aldi Suisse erklärt gegenüber «Kassensturz», das Produkt sei bei den Kundinnen und Kunden beliebt und habe bei internen Tests überzeugt. Man werde die Ergebnisse nun mit den Lieferanten besprechen.
Nur knapp besser schneidet der Weizen-Butterzopf von Denner ab. Mit der Gesamtnote 3,9 erhält auch er die Bewertung «ungenügend».
Die Fachleute bemängeln unter anderem eine unangenehme Fremdnote, einen leicht kartonartigen Geschmack und fehlende Butteraromen.
Denner zeigt sich gegenüber SRF überrascht. Der Detailhändler hält es für möglich, dass Lagerfehler beim getesteten Produkt zu Abweichungen geführt haben, und will dies überprüfen.
Beide Zöpfe gehören mit Preisen von 3.29 beziehungsweise 3.30 Franken zu den günstigeren Produkten im Test.
Migros, Lidl und weitere Bäckereien landen im Mittelfeld
Die meisten getesteten Butterzöpfe erreichen lediglich die Bewertung «genügend». Der klassische Butterzopf von Coop und der Butter-Zopf von Bachmann erhalten jeweils die Note 4,6.
Dahinter folgen der Butterzopf von Lidl, der klassische Migros-Butterzopf und das Produkt von Steiner-Beck mit jeweils 4,5. Der Bio-Butterzopf von Migros und jener von Bio-Beck Lehmann erreichen beide die Note 4,4.
Bemerkenswert: Der Zopf von Bio-Beck Lehmann ist mit 7.10 Franken für 400 Gramm das teuerste Produkt im gesamten Vergleich. Trotzdem liegt er in der Gesamtwertung deutlich hinter dem wesentlich günstigeren Coop-Bio-Butterzopf.
Der Test macht damit deutlich, dass weder ein hoher Preis noch der Verkauf in einer Bäckerei automatisch eine bessere Bewertung garantieren.
So wurden die zwölf Butterzöpfe getestet
Für die Untersuchung liess «Kassensturz» die zwölf Butterzöpfe von einer fünfköpfigen Fachjury in der Conditorei Vollenweider in Winterthur degustieren.
Die Expertinnen und Experten beurteilten vier Kriterien:
Aroma und Geschmack: 50 Prozent
Textur und Konsistenz: 20 Prozent
Aussehen: 15 Prozent
Geruch: 15 Prozent
Besonders entscheidend war damit der Geschmack. Die Jury achtete unter anderem darauf, ob ein Zopf typische Butter- und Milcharomen aufweist, wie ausgewogen Salz und Süsse sind und ob die Konsistenz angenehm weich und locker ist.
Das Ergebnis zeigt: Der Testsieger von Sutter-Begg überzeugt insbesondere durch seine ausgewogenen Aromen. Wer einen günstigeren Zopf sucht, findet mit dem Bio-Butterzopf von Coop ein Produkt, das im Test ebenfalls die Bewertung «gut» erreicht.