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Panorama

Arbeitslosigkeit steigt in der Schweiz – Graubünden fällt dabei besonders auf

Die Zahl der Arbeitslosen ist in der Schweiz im August erneut gestiegen. In Graubünden zeigt sich allerdings ein anderes Bild als im landesweiten Vergleich.
Nikola Brankovic

Die Zahl der Arbeitslosen in der Schweiz ist im August 2026 weiter gestiegen. Nach Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) waren Ende des Monats insgesamt 141'544 Menschen als arbeitslos registriert. Das sind 2268 Personen oder 1,6 Prozent mehr als noch im Juli. Gegenüber dem August des vergangenen Jahres ist der Anstieg noch deutlicher.

Mehr als 140'000 Arbeitslose in der Schweiz

Im August waren schweizweit 141'544 Personen arbeitslos gemeldet. Gegenüber Juli sind das 2268 Personen oder 1,6 Prozent mehr. Die Arbeitslosenquote blieb dennoch unverändert bei 3,0 Prozent.

Deutlicher fällt der Vergleich mit dem Vorjahr aus: Gegenüber August 2025 ist die Zahl der Arbeitslosen um 9439 Personen beziehungsweise 7,1 Prozent gestiegen.

Auffällig ist zudem die Entwicklung bei den jüngeren Menschen. Die Zahl der arbeitslosen 15- bis 24-Jährigen stieg innerhalb eines Monats um 19,4 Prozent auf 14'678. Die Jugendarbeitslosenquote erhöhte sich damit von 2,8 auf 3,4 Prozent.

Gleichzeitig waren im August 43'733 offene Stellen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldet – 3,2 Prozent weniger als noch im Juli.

Arbeitslosenquote in Graubünden liegt bei 1,1 Prozent

Deutlich tiefer fällt die Quote in Graubünden aus. Im August waren im Kanton 1242 Personen arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von lediglich 1,1 Prozent.

Im Juli waren es 1218 Arbeitslose gewesen. Damit kamen im August 24 Personen hinzu, die Zahl blieb über den Monat betrachtet also weitgehend stabil.

Zusätzlich waren 938 nichtarbeitslose Stellensuchende registriert. Insgesamt suchten damit 2180 Personen über die entsprechenden Stellen nach Arbeit.

Dass die Arbeitslosigkeit in Graubünden im Sommer vergleichsweise niedrig ist, hat auch saisonale Gründe. Der Kanton verweist insbesondere auf die gute Beschäftigungslage im Tourismus und im Baugewerbe. In den Monaten Juli und August werden in Graubünden deshalb seit Jahren besonders niedrige Arbeitslosenzahlen verzeichnet.

Im Gastgewerbe gibt es die meisten Arbeitslosen

Unterschiede zeigen sich auch zwischen den Branchen. Mit 203 Personen verzeichnet das Gastgewerbe derzeit die höchste Zahl an Arbeitslosen im Kanton.

Dahinter folgen der Detailhandel mit 116 sowie das Gesundheits- und Sozialwesen mit 115 Arbeitslosen. Im Baugewerbe waren im August 96 Personen arbeitslos gemeldet.

Von den insgesamt 1242 Arbeitslosen waren 708 Männer und 534 Frauen. 97 Personen galten als langzeitarbeitslos.

Während die Arbeitslosigkeit schweizweit gegenüber dem Vorjahr um 7,1 Prozent gestiegen ist, bleibt die Arbeitslosenquote in Graubünden damit weiterhin deutlich unter dem landesweiten Niveau.

Die gesamte Auswertung gibt es hier.

Quellen: Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (Kanton Graubünden)

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