Anruf, aber niemand ist dran? Das steckt hinter den «Silent Calls»
Was zunächst wie ein Versehen wirkt, kann Methode haben. Hinter sogenannten «Silent Calls» steckt laut der deutschen Polizeilichen Kriminalprävention oft eine gezielte Vorgehensweise von Betrügern. Ziel ist es, aktive Telefonnummern zu identifizieren.
«Silent Calls»: Warum Betrüger schweigend anrufen
Für die Anrufe kann Software eingesetzt werden, die zahlreiche Nummern gleichzeitig anwählt. Wer den Anruf entgegennimmt, bestätigt damit ungewollt, dass die Nummer aktiv ist und darüber eine reale Person erreichbar ist.
Diese Information kann der Vorbereitung weiterer Kontaktversuche dienen, etwa für Werbeanrufe, Phishing oder andere Betrugsmaschen. Zudem lässt sich mit einem stummen Anruf das Verhalten der angerufenen Person analysieren. Wer freundlich und geduldig mehrmals nachfragt, kann auf speziellen Listen landen. Diese werden auf dem Schwarzmarkt weiterverkauft, was langfristig zu mehr unerwünschten und betrügerischen Kontaktversuchen führen kann.
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So reagiert man am besten auf einen «Silent Call»
Bei unbekannten Nummern ist Vorsicht angebracht. Persönliche Angaben sollten am Telefon nicht preisgegeben werden. Wer einen Anruf entgegennimmt, sollte sich mit einem schlichten «Hallo?» melden.
Kommt keine Antwort, sollte das Gespräch zügig beendet werden. Statt mehrfach nachzufragen oder auf eine Reaktion zu warten, empfiehlt es sich, wortlos aufzulegen. Anschliessend sollte die betreffende Rufnummer direkt in den Telefon-Einstellungen blockiert werden.