Achtung beim Pilzesammeln: Diese zwei Steinpilz-Doppelgänger sollte man kennen
Auf den ersten Blick sieht der Fund nach einem Steinpilz aus. Doch ein Blick unter den Hut kann etwas anderes zeigen: Rosa Poren sprechen für den ungeniessbaren Gallenröhrling, eine Blaufärbung bei Druck kann auf den essbaren Maronen-Röhrling hindeuten. Wer die Unterschiede kennt, kann die drei Röhrlinge besser auseinanderhalten.
Pilze sammeln: Daran erkennt man einen Steinpilz
Ein kräftiger Stiel, ein dunkelbrauner Hut und Röhren statt Lamellen: Diese Merkmale sind typisch für den Gemeinen Steinpilz. Der Hut kann bei ausgewachsenen Exemplaren 20 Zentimeter und mehr erreichen. Der robuste, bauchige Stiel wird zum Hut hin schmaler und trägt im oberen Bereich eine feine, helle Netzzeichnung.
Auch ein Blick unter den Hut hilft bei der Bestimmung. Die Röhren sind bei jungen Steinpilzen weisslich und nehmen mit zunehmendem Alter eine gelbgrüne Farbe an. Das Fleisch ist hell und fest und verfärbt sich bei Druck oder Anschnitt nicht deutlich blau.
Bei älteren Exemplaren können die schwammartigen Röhren von Ungeziefer befallen sein. Vor der Zubereitung sollte der Fund deshalb sorgfältig kontrolliert werden.
Gallenröhrling: Auf diese Merkmale sollte man achten
Rosa statt gelbgrün: Die Poren gehören zu den auffälligsten Merkmalen, die den Gemeinen Gallenröhrling vom Steinpilz unterscheiden. Anfangs sind seine Röhren allerdings ebenfalls weisslich. Erst mit zunehmendem Alter verfärben sie sich rosa.
Ein weiterer Hinweis findet sich am Stiel. Beim Steinpilz ist das Netz fein und hell, beim Gallenröhrling dagegen dunkler und gröber. Das ist besonders bei jungen Exemplaren hilfreich, deren Röhren noch keine Rosafärbung zeigen.
