Postauto lässt Passagiere im Schneeregen stehen
Montag, 17.36 Uhr: Sieben Leute stehen an der Bushaltestelle Uz-nach Burgerfeld und warten auf den Bus der Linie 631, der eigentlich jetzt abfahren müsste. Der Schneeregen fällt auf Schirme und Mützen, es ist kalt. Doch der Bus kommt nicht. «Wenn er um 41 abfährt, reichts noch auf den Zug», sagt eine junge Frau zu ihrer Kollegin. Doch auch fünf Minuten später ist vom Bus weit und breit nichts zu sehen.
Um 18.44 Uhr kommt der Bus dann tatsächlich, um 18.49 erreicht er den Bahnhof Uznach. Die Züge nach Rapperswil, St. Gallen und ins Glarnerland sind um diese Zeit bereits abgefahren. Die mürrischen Fahrgäste setzen sich gezwungenermassen für ein Bier ins Restaurant «Bahnhof» oder verziehen sich ins Wartehäuschen, wo sie wenigstens vor der eisigen Bise geschützt sind.
Erste Massnahme bringt wenig
Die Linie 631 kommt von Rüti her über Eschenbach nach Uznach. Dass der Bus immer wieder zu spät kommt, ist der Postauto AG bekannt, wie Walter Schwizer, Leiter Betrieb Ost von Postauto, bestätigt: «Insbesondere in den Hauptverkehrszeiten zwischen 6 und 8 Uhr morgens sowie zwischen 16 und 19 Uhr abends kommt es immer wieder zu Verspätungen und teilweise auch dazu, dass die Passagiere den Anschluss in Uznach verpassen», sagt er. Das Problem sei der viele Verkehr: «Wenn der Morgen- oder Feierabendverkehr sich staut, können wir leider nicht viel machen.»
Wenn der Morgen- oder Feierabend-verkehr sich staut, können wir leider nicht viel machen.»Walter Schwizer, Leiter Betrieb Ost, Postauto Schweiz AG