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New Agenda gewinnt das Hauptereignis am White Turf

Der aus England angereiste New Agenda gewann unter Dennis Schiergen am White Turf in St. Moritz den Grand Prix Longines, sozusagen die Hauptprobe für den in zwei Wochen stattfindenden Grossen Preis von St. Moritz mit einer Dotation von 111'111 Franken.
Agentur sda
03.02.2019, 19:37 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Wegen den starken Schneefällen in den letzten Tagen befand sich am ersten Renntag des White Turf in St. Moritz sehr viel Schnee auf der Bahn, was für die Pferde sehr kräfteraubend war. Sowohl die Trab- als auch die Flachrennen mussten deshalb mit der Flagge gestartet werden, einzig beim Skikjöring kam das vorgesehene Startprozedere aus den Startboxen zur Anwendung. 7500 Zuschauer fanden sich zum ersten Renntag ein.

Überraschung im Grand Prix Longines

Zur Vorbereitungsprüfung auf den Grossen Preis von St. Moritz trat der Vorjahressieger Nimrod als Favorit an, doch ihm war das Geläuf offensichtlich zu tief. Der Engländer New Agenda, der als einziger der sieben Kandidaten in diesem Jahr bereits ein Rennen bestritten hatte, setzte sich unter Dennis Schiergen sogleich an die Spitze. Der zweite Engländer Berrahri, ein erprobtes Schneepferd, sowie Fiesta begleiteten New Agenda, bis Berrahri im letzten Bogen seine beiden Kontrahenten ziehen lassen musste. So kam es zum Zweikampf zwischen New Agenda und Fiesta. Rund 50 Meter vor dem Ziel hatte die Schimmelstute die Nase vorne, doch New Agenda kämpfte sich zurück und gewann knapp mit einer Halslänge. Berrahri folgte über 10 Längen dahinter als Dritter.

Siegreiches Schweizer Debüt von Hakam

Im Sprintrennen wurde Filou favorisiert, der letztes Jahr am zweiten Tag erfolgreich gewesen war, doch die Bahnverhältnisse waren nicht nach seinem Geschmack. Clément Lhereux teilte mit der Neuerwerbung des Ehepaars Kräuliger, Hakam, das Rennen perfekt ein und schickte diesen im richtigen Moment in die Entscheidung, um das Trio von Trainer Miroslav Weiss, Footprintinthesand, Holidayend und Kontast auf die Plätze zu verweisen.

Ein Flachrennen war den Amateurreitern aus Europa vorbehalten. Als Lonessa und Acteur de l»Ecu im Einlauf um den Sieg kämpften, kam die Stute von den Beinen und blieb für einen Moment erschöpft liegen, schlussendlich konnte aber Entwarnung gegeben werden, Lonessa hatte sich ebensowenig wie ihre Reiterin verletzt. So gewann Aceur de l«Ecu aus dem Engadiner Stall Forz Agricula von Duri Casty unter der Österreicherin Hanna Jurankova überlegen vor Parthenius und der zweiten Vertreterin des Stalles Forz Agricula, Fleur d»Ipanema, die von der Schweizerin Claudia Wendel geritten wurde.

Das war der 1. White-Turf-Sonntag

Strade Kirk gewinnt spannendes Skikjöring

Am Credit Suisse Skikjöring nahmen zehn Paare teil und das Rennen verlief äusserst spannend. Zuerst sorgten Get Ready Freddy und Zambeso an der Spitze für ein schnelles Tempo, nach einer Runde wurden sie von der Titelverteidigerin Usbekia und von Sociopath abgelöst. Dann machten auch Strade Kirk und Pinot viel Boden gut und im Einlauf kam es zum Endkampf zwischen Sociopath und Strade Kirk, der sich schliesslich mit dem mehrfachen ehemaligen Skikjöring-König Jakob Broger durchsetzte. Jakob Broger dominierte von 1999 bis 2004 die Skikjörings mit der legendären Volta nach Belieben und machte nun den ersten Schritt in Richtung Rückeroberung der Krone. Usbekia musste auch noch Pinot den Vortritt lassen und wurde Vierte.

Super Berry Chenou löst Spike ab

Spike war mit fünf St. Moritzer Siegen auf Schnee noch ungeschlagen und trat als haushoher Favorit zum Traber-GP an. Doch er kam nie richtig in Schwung, musste seine Konkurrenten ziehen lassen und wurde bereits im ersten Bogen an aussichtloser Position angehalten. Terry Gahn, ebenfalls ein ehemaliger Sieger im Engadin, hatte sich die Spitze gesichert und behielt diese bis in den Einlauf, wo er von Super Berry Chenou mit Renaud Pujol angegriffen und passiert wurde. Nachdem er letztes Jahr hinter Spike Zweiter geworden war, kam der im Besitze seines Trainers Jean-François Johner stehende 13-jährige zum ersten Schneesieg. Johner selber wurde mit Vasco de Graux Dritter.

Auch im zweiten Trabrennen kam mit Anshy die Vorjahres-Zweite zum Zuge. Die Stute von Silvan Krüsi, die letztes Jahr bei allen drei Starts unter den ersten Drei eingekommen war, gewann leicht gegen Aladin Volsin mit Silvans Mutter Barbara.

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