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Linthgebiet

Dem Duo Plock/Brunner fehlt im A-Final der Saft – und der FC Weesen verliert die Nerven

Der Schweizer Zweier-ohne mit dem Rapperswil-Joner Jonah Plock kämpft beim Weltcup-Auftakt mit Problemen. Der FC Weesen verspielt im Derby den sicher geglaubten Sieg. Das Wochenend-Round-up.
Silvano Umberg
heute um 13:00 Uhr

American Football: Orks verlieren auch ihre achte NLB-Partie

Die in Rapperswil-Jona spielenden Glarus Orks hatten am Samstag beim Tabellenzweiten der Nationalliga B anzutreten, den Argovia Pirates. Und es kam für den Aufsteiger so heraus, wie in den sieben vorherigen Partien: Er verlor. Das Team um Quarterback Noah Agatiello aus Eschenbach zog mit 14:40 den Kürzeren. Damit stehen die Orks weiterhin punktlos am Tabellenende.

Faustball: Bitteres Wochenende für den TSV Jona

Die Männer des TSV Jona schliessen die Hinrunde der NLA-Feldsaison punktlos auf dem letzten Tabellenrang ab. In Affeltrangen resultierten am Samstag die Niederlagen sieben und acht für die Equipe von Trainer Stefan Helbling. Ganz bitter: Die Joner zeigten gegen die Gastgeber, welche bei Saisonhalbzeit verlustpunktlos die Tabelle anführen, eine ausgezeichnete Leistung, mussten sich erst im entscheidenden fünften Satz geschlagen geben. Die Partie zeigte das Potenzial des Teams, deckte aber auch Phasen fehlender Konstanz auf, an der es bereits seit Saisonbeginn mangelt.

In der zweiten Begegnung des Tages trafen die Joner auf Widnau – und erlebten ein Spiel zum Vergessen: Nach nur 37 Minuten war die klare 0:3-Niederlage besiegelt.

Ein Erfolgserlebnis gab es für Helblings Equipe hingegen am Montag im Cup. Auswärts beim zwei Ligen tiefer aktiven Dägerlen gab es einen standesgemässen 5:1-Sieg.

Ein Wochenende zum Vergessen erlebten auch die NLA-Frauen des TSV Jona. In Abwesenheit der Angreiferinnen Celina Traxler und Adéla Lang sowie der Abwehrspielerin Tina Baumann blieben die Jonerinnen in Diepoldsau sowohl gegen Kreuzlingen (0:3) als auch Elgg-Ettenhausen (1:3) ohne Siegchance. In der Tabelle verblieben die Jonerinnen auf Rang 3, liegen nun aber sechs beziehungsweise vier Punkte hinter den beiden Topteams Kreuzlingen und Diepoldsau zurück. Der Vorsprung auf die Verfolgerinnen aus Elgg-Ettenhausen und Schlieren beträgt je zwei Punkte.

Fussball: Fahrlässige Weesner – und starke Eschenbacher

2. Liga interregional, Gruppe 5
Der FC Weesen scheint im Aufstiegsrennen die Nerven zu verlieren. Im Derby gegen Linth 04 gelang ihm am Samstag auf heimischem Platz zwar ein formidabler Start; dank Treffern von Rudolf Bilas (8./30.), Oliver Gutknecht (19.) und Edison Syla (31./59.) führte er nach einer guten halben Stunde mit 4:0 – und nach einer Stunde 5:2. Doch das üppige Polster reichte nicht zum Sieg – die Partie endete 5:5 unentschieden. Die Gasterländer (3. Rang / 50 Punkte) verpassten es dadurch, wieder näher an Leader Gossau (53) heranzurücken und mit dem zweitplatzierten Seefeld (52) gleichzuziehen. Die angestrebte Rückkehr in die 1. Liga kann dem Klub vom Walensee somit in den letzten zwei Runden nur gelingen, wenn er Schützenhilfe erhält.

2. Liga, Gruppe 2
Der FC Eschenbach befindet sich weiterhin im Hoch. In Henau setzte er sich am Sonntag mit 2:1 durch und feierte damit den vierten in Serie und den siebten in den bisher elf Rückrundenpartien. In der Tabelle ist er dadurch mittlerweile vom vorletzten 13. Rang (zur Winterpause) auf Platz 9 vorgerückt und hat den Ligaerhalt sichergestellt. Der jüngste Erfolg gelang in extremis: Erst in der 96. (!) Minute traf Kaan Polat zum Sieg. Kurz nach der Pause hatte Jayden Jaggy zum 1:1 getroffen.
Nicht mehr so gut wie auch schon läuft es dem U20-Team des FC Rapperswil-Jona. Am Sonntag setzte es gegen Tobel-Affeltrangen eine 2:3-Heimniederlage ab. Dies nach einer 2:1-Führung; Rrezart Bytyqi (33.) und Roger Kuhn (59.) hatten die Partie gedreht. Dadurch mussten die jungen Rosenstädter Rang 3 abtreten.

3. Liga, Gruppe 4 – und Regionalcup
Der fünftplatzierte FC Uznach hatte am Samstag beim Tabellenführer Glarus anzutreten. Dieser hätte mit einem Sieg den Aufstieg perfekt machen können. Doch die Gäste erwiesen sich als Spielverderber. Dank eines von Sebastian Kampf (65.) erfolgreich abgeschlossenen Konters lagen die Uzner zwischenzeitlich sogar auf Siegeskurs. Acht Minuten später kamen die Gastgeber aber per Penalty zum Ausgleich – und beim 1:1 blieb es dann.
Bedeutet: Theoretisch können die Glarner weiterhin noch vom Aufstiegsplatz verdrängt werden. Und zwar vom Team des FC Rapperswil-Jona. Dieses tritt am Mittwoch in Uzwil zum Nachtragspiel an – und könnte mit einem Sieg den Abstand auf den Leader zwei Runden vor Schluss auf vier Zähler verringern.
Dass die Rapperswil-Joner erst am Mittwoch antreten, hat damit zu tun, dass sie am Samstag im Final des Regionalcups der 3.- bis 5.-Ligisten standen. Gegen das gleichklassige Rebstein gingen sie durch Paulo Maximiliano Avellaneda früh in Führung (11.). Per Penalty glichen die Rheintaler aber bald einmal aus (24.). Bis zum Ende der Verlängerung änderte sich am Spielstand dann nichts mehr. So musste das Elfmeterschiessen entscheiden. Und da zog der FCRJ den Kürzeren (5:6 n.E.). Damit erübrigte sich die nach wie vor nicht offiziell beantwortete Frage, ob die 3.-Liga-Equipe des FCRJ im Falle eines Finalsieges kommende Saison am Schweizer Cup hätte teilnehmen dürfen (was die Belohnung für den Finalsieg ist).

4. Liga, Gruppe 8
In Schmerikon kam es am Samstag zum Derby: Die Seedörfler (7. Rang) empfingen Rapperswil-Jona (4.). Die Partie endete 1:1. Fabio Diogo Veigas Martins bewahrte das Heimteam mit seinem Treffer in der 90. Minute vor der Niederlage. Die Rosenstädter waren in der 34. Minute durch Oscar Alejandro Benitez Pereira in Führung gegangen.
Tags darauf feierte der FC Wagen (3.) einen klaren 7:1-Heimsieg gegen die Reserven des FC Glarus. Tobias Zuppiger lancierte das Schützenfest mit einem lupenreinen Hattrick (18./34./37.). Die weiteren Torschützen: Maximilian Tschudi (60./85.), Silvan Mächler (67.) und Alessio Zanchini (88.). Den Aufstiegstraum müssen die Wagner dennoch abhaken: Sie können Leader Netstal, der seinerseits Uznach 2 mit 6:1 bezwang, nicht mehr abfangen.

Frauen, 1. Liga, Gruppe 2
Das viertplatzierte Team des FC Eschenbach zeigte am Samstag beim Tabellenzweiten Baar eine starke Aufholjagd. Nachdem die Gastgeberinnen mit einem Doppelschlag (37./39.) auf 2:0 davongezogen waren, erreichten die Eschenbacherinnen noch ein 2:2. Alexandra Schaub verkürzte noch vor der Pause (40.) und in der Schlussphase (84.) glich Amélie Oertig aus. Eschenbach verlängerte damit seine Serie der Ungeschlagenheit auf acht Partien (je vier Siege und Unentschieden).

Frauen, 2. Liga
Die zweite Equipe des FC Rapperswil-Jona zog am Sonntag beim drittplatzierten Widnau eine 1:2-Niederlage und hat den Ligaerhalt damit weiterhin nicht auf sicher. Die Rosenstädterinnen können sich sogar bei den Uznerinnen bedanken, dass der Abstiegskampf nicht noch einmal richtig spannend wird. Denn Uznach sorgte mit einem 4:2-Heimsieg dafür, dass das Tabellenschlusslicht Münsterlingen weiterhin fünf Punkte hinter dem FCRJ liegt. Da Münsterlingen noch zwei Partien auszutragen hat, könnte es Rapperswil-Jona theoretisch noch abfangen.

Mountainbike: Guerrini wird in Savognin guter Zweiter

Am vergangenen Wochenende machte der Swiss Bike Cup in Savognin Halt. Für die Elitefahrerinnen und -fahrer stand dort das zweite Rennen dieser Serie im Programm. Die Strecke präsentierte sich schnell, staubtrocken und war gespickt mit steilen Anstiegen und technischen Passagen. Zusätzlich zu den vielen Höhenmetern wurden die Athletinnen und Athleten auch durch die Hitze gefordert.

Bestens mit diesen anspruchsvollen Bedingungen zurecht kam der einzige vertretene Elitefahrer aus dem Linthgebiet, Marcel Guerrini. Der Neuhauser lieferte sich mit Fabio Püntener und Luca Schätti einen packenden Dreikampf. Die Entscheidung fiel erst in der Schlussrunde. Püntener nutzte in der Techzone eine Gelegenheit, um an seinen Begleitern vorbeizuziehen. In der anschliessenden Waldabfahrt konnte die aktuelle Nummer 1 der Welt einen Vorsprung herausfahren, den er bis ins Ziel verteidigte. Guerrini wurde mit acht Sekunden Rückstand Zweiter vor Schätti.

Als Vierte knapp neben dem Podest landete im Bündnerland Tina Züger. 22 Sekunden fehlten der Riednerin letztlich zur drittplatzierten Kanadierin Emilly Johnston. Den Sieg sicherte sich Ramona Forchini mit knapp zwei Minuten Vorsprung auf Rebekka Estermann.

In der U23-Kategorie war Pema Federer als Sechster der bestklassierte Athlet aus dem Linthgebiet.

Inlinehockey: Linth bringt den Leader in Bedrängnis

Am Schluss resultierte für den Tabellenletzten der National League gegen den Spitzenreiter am Sonntag die erwartete Niederlage. Doch die Equipe des IHCSF Linth zeigte in der heimischen Halle in Kaltbrunn Charakter und brachte die Labeda Rockets mächtig ins Schwitzen. Die Gastgeber liessen sich nämlich einfach nicht abschütteln. Nach einem 2:4-Rückstand glichen sie zum 4:4 aus, später verkürzten sie von 4:8 auf 7:8. Zu mehr reichte es dann aber nicht mehr, der Favorit gewann mit 10:7.

Rudern: Plock/Brunner kommen nicht über Rang 6 hinaus

Eliteruderer Jonah Plock ist mit hohen Erwartungen und einem klaren Ziel in die neue Wettkampfsaison gestartet. Nach zwei dritten Plätzen im Weltcup und WM-Bronze in seinem Premierenjahr im Zweier-ohne zusammen mit Patrick Brunner will der Rapperswil-Joner nun auch mal das süsse Gefühl des Siegens kennenlernen.

Beim Weltcup-Auftakt im spanischen Sevilla wurde daraus noch nichts. Zunächst lief es zwar einigermassen planmässig. Mit Rang 2 in seinem Vorlauf am Freitag hinter den top motivierten Gastgebern qualifizierte sich das Duo direkt für den Halbfinal. Dort missglückte den Schweizern am Samstag der Start völlig, worauf sie sich an Position 4 wiederfanden. Dann allerdings fanden sie zunehmend in ihren Rhythmus, überholten die Deutschen und zogen als Dritte hinter den Neuseeländern und Spaniern in den A-Final ein.

In einer Art Neuauflage des WM-Finals 2025 in Shanghai – vier Boote waren jetzt dieselben wie damals – zeigte sich dann schnell, dass mit dem Duo Plock/Brunner an diesem Sonntag nicht zu rechnen ist. Gezeichnet von einem Magen-Darm-Problem konnte Brunner nicht die gewohnte Leistung abrufen. So reihte sich das Schweizer Boot von Beginn an auf dem hintersten Platz ein – und schloss den Wettkampf letztlich auf Rang 6 ab. Den Sieg sicherten sich die Neuseeländer vor den Rumänen und den Litauern.