Zum «Refo500»-Abschluss wird gefeiert
Dank ihrer wichtigen Rolle für die Reformation in Graubünden zählt Ilanz zu den Reformationsstädten Europas. Seit 2017 haben deshalb in der Zentrumsfraktion von Ilanz/Glion mehrere Anlässe zum 500-Jahr-Jubiläum der Reformation stattgefunden, von einer eigens eingesetzten «Refo500»-Arbeitsgruppe unter der Leitung von Jan-Andrea Bernhard organisiert. Diese setzt nun einen Schlusspunkt unter die dreijährigen Jubiläumsfeierlichkeiten, und zwar mit einem über mehrere Tage verteilten Fest am Pfingstmontag sowie am Freitag, 21., und Samstag, 22. Juni. «Reuniun» nennt sich der gesamte Anlass, «Zusammenkunft».
Nach einem vormittäglichen ökumenischen Gottesdienst in der Ilanzer St. Margarethenkirche mit Vorstellung des Projekts für ein ökumenisches Gesangsbuch in Sursilvan ist der Pfingstmontag den Kirchen von Ilanz gewidmet: Um 14 Uhr beginnt ein Spaziergang von der Kirche St. Martin bis zur Klosterkirche auf der anderen Talseite, jeweils mit einer kurzen Einführung zu den Gotteshäusern.
Romania und Renania im Fokus
Mit einem historischen Exkurs geht es am Dienstag, 18. Juni, weiter: Im Festsaal der Casa Gronda in der Altstadt kommt es um 20.15 Uhr zur Vernissage des Buchs «Romania e Renania denter cumbats externs e crisas internas». Das von den Historikern Cristian Collenberg und Manfred Veraguth verfasste Werk beleuchtet die Geschichte der 2006 aufgelösten konfessionellen Sprachvereine der Surselva «zwischen äusseren Kämpfen und inneren Krisen». Am Freitag, 21. Juni, ist es dann an der Ilanzer Schule zu feiern: In das geplante grosse «Reuniun»-Schulfest mit rund 500 Schulkindern sollen laut einer Mitteilung der Organisatoren ganze 22 Nationen und Ethnien integriert werden.
Am Samstag geht es für die gesamte Bevölkerung weiter. Zum Start um 8.30 Uhr werden die Geleise und die Unterführung des neuen Bahnhofs Ilanz feierlich eröffnet, dann verlagert sich das Geschehen ins Städtli, wo unter anderem das Museum Regiunal Surselva seine frisch restaurierte Casa Carniec einweiht.
Fraktionen kreieren Stände
Es gibt Marktbetrieb, Festwirtschaft sowie Führungen mit der Anna Catrina AG durch teils private historische Häuser, die Türen der Casa Cumin sind geöffnet, und auf dem St. Margarethenplatz präsentieren alle Fraktionen der Gemeinde je einen eigens für den Festtag vorbereiteten Stand.