«Wir sind traurig und stolz zugleich»
von Sara Marti und Nicole Nett
Das Ladencafé «Oba Aba» befindet sich mitten in der Churer Altstadt. Die unverpackten Lebensmittel stehen im Zeichen der Nachhaltigkeit und Umwelt. So werden alle Produkte in mitgebrachte wiederverwendbare Gefässe abgefüllt. Es handelt sich um den ersten Zerowaste-Laden der Südostschweiz. Wir haben darüber berichtet:
Produkte von «oba aba» – und damit die Umwelt retten
Was mit einem Crowdfunding begann, ist nach gut drei Jahren bereits wieder Geschichte: «Oba Aba» schliesst die Türen. Ziel des Non-Profit-Unternehmens war es immer, die Fixkosten zu decken. Trotz eines guten Geschäftsjahres 2020 konnte das junge Unternehmen nicht alle Arbeitsstunden entlöhnen. Nachdem im Sommer 2021 dann der Umsatz stark zurückging, war das Unternehmen finanziell nicht mehr tragbar, wie Natacha Espirito Santo, Mitgründerin des Ladencafés, erklärt. «Es fehlt nicht am Kapital, sondern an der Kundschaft.»
Es fehlt nicht am Kapital, sondern an der Kundschaft.»
Natacha Espirito Santo, Mitgründerin des Ladencafés«Oba Aba»
Konkrete Gründe für die Ladenschliessung zu nennen, ist laut Espirito Santo schwierig. Es sei ein Zusammenspiel von vielen verschiedenen Einflüssen gewesen. «Vielleicht waren die Preise zu hoch. Oder der Konsum der Kundschaft hat sich in den letzten Jahren verändert.»