Winterhilfe wärmt Bündner Herzen
Die Winterhilfe Graubünden ist eine Institution – und sie ist nach wie vor nicht überflüssig. Das betonten Winterhilfe-Präsidentin Tina Gartmann-Albin, Churer Grossrätin, und Winterhilfestiftungsrätin Barbara Janom Steiner, Bündner Regierungspräsidentin, am Diestagmittag anlässlich der alljährlichen Medienkonferenz. Dabei stellten sie den Medien den aktuellen Jahresbericht der Winterhilfe vor.
Zwar sei die schweizerische Sozialhilfequote 2017 noch nicht bekannt, so Janom Steiner, aber es sei zu erwarten, dass der Wert in Graubünden «deutlich tiefer sei als im Schweizer Mittel». Rund ein Prozent der Bündner Bevölkerung dürfte auf Gemeindehilfe angewiesen sein. Zwar sei die Armutsquote seit gut zehn Jahren rückläufig, sagte Janom Steiner – «aber es gibt nach wie vor arme Personen in der Schweiz, die Hilfe nötig haben». Oftmals seien diese Personen arm trotz eines Erwerbseinkommens. Betroffen sind oft auch Personen, die wegen eines Krankheitsfalles mit unvorhersehbaren Kosten konfrontiert sind.
An diesem Punkt setzt denn auch die Winterhilfe ein, welche subsidiär unterstützt. 263 Gesuche seien im vergangenen Geschäftsjahr eingegangen, betonte Geschäftsführer Jürg Buchli. Davon wurden gut fünf Prozent abgelehnt. An die anderen knapp 250 Gesuchsteller wurde tottal knapp 61'000 Franken ausbezahlt.
Geld und Sachhilfe
Nicht in allen Fällen floss dabei auch Geld, so Buchli. Ein Viertel aller Hilfsleistungen betraf Betten dazu kommen Schulsäcke für Kinder. Die restlichen Aufwände teilen sich die Beiträge an die Weihnachtsaktion (17 Prozent), an Wohn- und Gesundheitskosten (je zehn Prozent), an Überbrückungsleistungen für den Lebensunterhalt (13 Prozent) und schliesslich wurden acht Prozent der Hilfsgelder zur Schuldentilgung verwendet.