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Leben und Freizeit

Wenn die Schweiz um drei Grad wärmer wird

Wie wird die Schweiz bei einer Durchschnittstemperatur von plus drei Grad im Vergleich zu heute aussehen? Dieser Frage widmen sich heute die SRG-Fernsehsender an ihrem ersten nationalen Thementag. Aus Graubünden berichtet Radiotelevisiun Svizra Rumantscha.
29.11.2017, 04:30 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Nach Aussagen von Schweizer Wissenschaftern wird die Durchschnittstemperatur bis Ende des Jahrhunderts um rund drei Grad ansteigen. Der Klimawandel wird tief greifende und dauerhafte Veränderungen mit sich bringen. Manche davon werden uns vor grosse Herausforderungen stellen, wie zum Beispiel heftige Wetterereignisse oder verschwindende Gletscher. Doch auch einige positive Aspekte sind abzusehen, wie etwa sauberere Atemluft dank geringerer CO2-Emmissionen, eine natürlichere Landwirtschaft oder der Ausbau des Sommertourismus in den Bergen.

Die SRG-Fernsehsender widmen sich heute ab 20.05 Uhr drei Stunden lang gleichzeitig, viersprachig und zur Primetime dem Thema Klimawandel. Live-Berichterstattung, ein Spielfilm, Reportagen, Experten und eine Meinungsumfrage gehören zu diesem national ausgerichteten Projekt. «Die Problematik wird insbesondere aus Schweizer Sicht und in ihrer ganzen Komplexität durch zahlreiche Linsen betrachtet werden. Dabei soll die Sendung aber weder angsteinflössend noch schreckenerregend wirken. Wir möchten vor allem die jungen Menschen erreichen, die am meisten von der Zukunft unseres Planeten abhängen», erklärt Projektleiter Olivier Cajeux.

Aus Graubünden berichtet Radiotelevisiun Svizra Rumantscha. Die Moderation auf SRF Info übernehmen Andri Franziscus aus Guarda und Annina Campell aus Cinuos-chel. «Wir versuchen aufzuzeigen, welche Konsequenzen es für unseren Kanton haben wird, wenn die Temperatur um drei Grad steigt», sagt Franziscus. Themen sind unter anderem die Wasserknappheit und der Tourismus.

Die längste romanische Sendung

Im Studio in Chur begrüsst Franziscus unter anderem Gäste wie den Klimatologen Jan Sedlacek aus Sent, den Oberengadiner Glaziologen Felix Keller, die Geschäftsführerin von WWF Graubünden, Anita Mazzetta, und Martin Vincenz, CEO von Graubünden Ferien. Campell meldet sich von der Aussenstelle auf dem Crap Sogn Gion bei Laax, wo sie den Touristiker Reto Gurtner als Gast begrüssen darf. «‘+ 3 grads’ wird die längste rätoromanische Sendung, die es je gegeben hat», verrät Franziscus. Er freue sich auf diese Herausforderung. Im Zentrum der Sendung steht auf allen SRG-Fernsehsendern ein fiktiver Dokumentarfilm mit dem Titel «Gefährlicher Sommer». Der Film erzählt in mehreren Teilen die Geschichte einer Familie im Wallis während eines Hitzesommers mit all seinen Facetten und Konsequenzen. Regisseur ist der Churer Daniel von Aarburg. Eine besondere Rolle spielen während des Abends auch die Regierungspräsidentin Barbara Janom Steiner und die Schriftstellerin Romana Ganzoni. Sie erhalten eine Carte blanche für Kritik und Fragen auf Social Media.

Gemäss Franziscus ist «+3 grads» der Start für ein langfristiges Projekt. Jedes Jahr soll es künftig einen nationalen SRG-Thementag geben.

«+ 3 Grad» wird heute ab 20.05 Uhr auf SRF 1, SRF info für RTR, RTS Un, und RSI LA 1 ausgestrahlt.

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