Was Chur kauft, wird in Zürich bereits ersetzt
Für etwas Aufsehen hat der Artikel «Der ‹Khurer Kübel› ist ‹giftig› und muss weg» auf «suedostschweiz.ch» diese Woche gesorgt. Grossmehrheitlich wird der Wechsel weg vom Betonkübel und hin zum Stahlhai begrüsst. Mit drei Punkten begründete der Churer Stadtrat Tom Leibundgut den Wechsel von 250 Kübeln für 400'000 Franken bis Ende Jahr. Und just nach dem Artikel bei uns veröffentlichte das Portal Watson einen Artikel mit dem Titel «Tschüss Abfallhai! Jetzt kommt der «Züri-Kübel 110 Liter»».
Der «Khurer Kübel» ist «giftig» und muss weg
Zürich ersetzt also den weltbekannten Abfalleimer. Grund ist unter anderem die zu kleine Öffnung. Der Ersatz heisst «Züri-Kübel 110 Liter.». Er hat eine grössere Öffnung und ist günstiger. Der Wechsel sorgte in der Limmatstadt für einen Aufschrei. Diesen hat auch Leibundgut gehört, wie er auf Anfrage sagte.
Hat der Churer Stadtrat da etwas eingekauft, das bereits wieder veraltet ist? Leibundgut winkte ab: Der Wechsel sei ein grosses Thema. «Aber, der neue Kübel (in Zürich, die Red.) ist gestalterisch auch nicht schön – und er war für uns nie ein Thema.» Leibundgut begründet: «Die Öffnung ist so gross, dass darin wahrscheinlich auch viel Haushaltskehricht entsorgt werden wird. Zudem ist der Kübel oben flach. Da dürften so einige Pizzaschachteln oder Glasflaschen darauf entsorgt werden.»
Entsprechende Erfahrungen damit hätten die SBB gemacht. Die Folgen seien Glasscherben rund um die Kübel gewesen, so der Churer Stadtrat. Er verstehe den Zürcher Entscheid darum überhaupt nicht. Leibundgut vermutet, dass der neue Zürcher Kübel von der Stadt selbst entwickelt worden und günstiger sei, als der Abfallhai.