Warum es unterschiedliche Daten für den Frühlingsanfang gibt
Mit dem Frühlingsanfang erwacht die Natur. Die Pflanzen beginnen zu blühen, Vögel zwitschern und die ersten warmen Sonnenstrahlen zeigen sich. Die Tage werden länger und heller – die dunkle Jahreszeit ist nun offiziell überstanden. Viele Menschen freuen sich daher auf den 20. März. Auf der gesamten Nordhalbkugel beginnt an diesem Tag der Frühling. Für Meteorologinnen und Meteorologen hingegen beginnt die Frühlingszeit schon am 1. März. Doch warum gibt es überhaupt unterschiedliche Daten für den Frühlingsanfang? Wir liefern euch die Antwort.
Meteorologischer Frühlingsanfang
Meteorologinnen und Meteorologen erstellen Statistiken über Wetter und Temperaturen und sind deshalb auf festgelegte Vergleichszeiträume angewiesen. Sie teilen die vier Jahreszeiten unabhängig vom Wetter immer in drei volle Monate ein. Die Wintermonate sind für sie Dezember, Januar und Februar. Der Frühling dauert von März bis Mai, der Sommer von Juni bis August und der Herbst von September bis November. Diese festgelegten Blöcke eignen sich besser für Klimavergleiche und Monatsmittelwerte, weil mit ganzen Monaten gerechnet werden kann. Der meteorologische Frühlingsbeginn ist daher immer am 1. März.
Mögt ihr den Frühling?
Kalendarischer Frühlingsanfang
Die kalendarischen Jahreszeiten richten sich dagegen nach dem Sonnenstand. Sie werden deshalb auch astronomische Jahreszeiten genannt und entsprechen sozusagen den «natürlichen» Jahreszeiten. Der kalendarische Frühlingsanfang ist dann, wenn Tag und Nacht genau gleich lang sind. Das ist in diesem Jahr auf der Nordhalbkugel am Sonntag, 20. März, um 16.33 Uhr der Fall. An diesem Tag steht die Sonne senkrecht über dem Äquator. Man nennt dieses Phänomen Tagundnachtgleiche oder auch Äquinoktium. Die Tagundnachtgleiche kommt übrigens zweimal im Jahr vor – im Frühling und im Herbst.