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Leben & Freizeit

Umweltverbände wehren sich gegen SAC-Hütte in der Val Müstair

Südostschweiz
29.06.2021, 15:54 Uhr
12.05.2026, 16:56 Uhr

WWF Graubünden, Pro Natura Graubünden und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz wehren sich gegen den Umbau der Alp Sprella in eine SAC-Hütte. Die Hütte liegt in der Val Mora, einem Hochtal in der Val Müstair, welches eines der letzten Wildnisgebiete im Alpenraum ist, wie die drei Umweltverbände in einer Mitteilung schreiben. Gemäss der Mitteilung hat der Umbau der leer stehenden Alp erhebliche Folgen für die Wildtiere. Darum gehen die Verbände mit einer Beschwerde am Bündner Verwaltungsgericht gegen das Projekt vor.

Mehr als zwölf Jahre dauern die Projektarbeiten zur Umnutzung der Alp Sprella bereits an. Anfang Juni erteilten die kantonalen Behörden und die Gemeinden Val Müstair die Baugenehmigung. 

«suedostschweiz.ch» berichtete im Juni über den Standpunkt der SAC Sektion Engiadina Bassa Val Müstair:

Baustart in der Val Mora

Geschützte Landschaft

Die Landschaft der Val Mora ist geschützt, wie die Umweltorganisationen in einer gemeinsamen Mitteilung schreiben. «Dieses Naturparadies und Refugium für Wildtiere muss für die Zukunft erhalten und darf nicht einer stärkeren Freizeitnutzung geopfert werden», sagt Anita Mazzetta, Geschäftsleiterin von WWF Graubünden. Die Val Mora bietet vielen seltenen und bedrohten Wildtierarten einen Lebensraum. So auch dem Auer-, dem Birkhuhn, dem Bartgeier und dem Steinadler, die dort brüten. 

Laut den Umweltorganisationen hat die Freizeitnutzung in der Val Mora durch Mountainbikerinnen und Mountainbiker in den letzten 15 Jahren stark zugenommen. Durch die geplante SAC-Hütte mit 54 Schlafplätzen würden weitere Touristen ins Gebiet gelockt, wodurch die Konflikte mit den Wildtieren massiv zunehmen würden. (so)

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