Tunnel für die Autos – Städtli für die Fussgänger
Ein Tunnel solls richten: Für das Industriegebiet Fischhausen, an der Grenze zwischen Kaltbrunn und Uznach, haben die Planer der Umfahrungsstrasse A53 Gaster eine überraschende Variante präsentiert. Dort soll der Verkehr dereinst unterirdisch bis in die Benknerstrasse geführt werden. Die Umfahrungsstrasse soll Uznach dereinst von der täglichen Blechlawine befreien. Gestern Abend stellte das kantonale Tiefbauamt zusammen mit Vertretern der Region Zürichsee-Linth (RZL) die optimierten Varianten vor.
Bauer Züger kann aufatmen
Uznach und die umliegenden Gemeinden hatten sich in den vergangenen Jahren mit einer «ganzheitlichen Regionalplanung» befasst, die auch ein gemeinsames Verkehrskonzept beinhaltet. Ein zentrales Element sei dabei der Bau der Verbindungsstrasse, sagte RZL-Präsident Markus Schwizer. «Die Strasse ermöglicht es, Uznach ohne Stau zu umfahren.» Kantonsingenieur Marcel John sagte zum aktualisierten Plan: «Wir haben während der letzten zwei Jahren Optimierungen an den Varianten vorgenommen.»
Markus Schwizer: Die Strasse ermöglicht es, Uznach ohne Stau zu umfahren.»
Um den Verkehr in diesen Tunnel, beziehungsweise auf auf die sogenannte «Spange» in Richtung Gommiswald zu bringen, braucht es einen Kreisel. Dieser ist neu etwas weiter oben vorgesehen und soll den Verkehr in Richtung Gommiswald, zu den Uzner Quartieren und eben zum Tunnel in Richtung Benknerstrasse verteilen. Die Uznacherstrasse würde neu beim Restaurant «Löwen» enden. Etwas weiter Richtung Kaltbrunn soll eine neue Strasse zum Kreisel führen.
Lastwagen aus Städtli verbannen
Auch wurden im Oberstufenzentrum Details über die angedachten flankierenden Massnahmen im Uzner Städtli erläutert. Zahlreiche Besucher zeigten sich positiv überrascht von diesem Plan – nicht zuletzt, weil dies die Uzner Quartiere sowie das Städtli massiv von der stetigen Blechlawine entlasten würde.
Es soll eine Begegnungszone entstehen, wo die Leute flanieren und einkaufen können, wie Städteplanerin Lea von Moos erläuterte – Lastwagen sollen aus dem Städtli verbannt werden. Wie John abschliessend erläuterte, realisiert nun das kantonale Tiefbauamt bis Ende 2018 ein Genehmigungsprojekt. Anschliessend werde den betroffenen Gemeinden Gelegenheit zur Stellungnahme geboten. Das Genehmigungsprojekt untersteht dem fakultativen Referendum.