Trotz Ausnahmezustand: Graubünden gibt sich kämpferisch
Überall herrscht Ausnahmezustand, die Schulen sind geschlossen und viele erledigen ihre Arbeit von zuhause aus. Doch nicht alle können von daheim aus arbeiten, wie beispielsweise Zahnärzte oder Coiffeuren. Damit die Arbeitgeber den Lohn ihrer Mitarbeiter trotzdem auszahlen können, gibt es die Übergangslösung Kurzarbeit. Das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit, das unter anderem die Gesuche der Kurzarbeit bearbeitet, läuft derzeit am Anschlag, wie Amtsvorsteher Paul Schwendener sagt.
Betriebe laufen auf Hochtouren
«3400 Betriebe haben bis zum jetzigen Stand Kurzarbeit vorangemeldet», sagt Schwendener. Ob es mehr Entlassungen gegeben hat, da einige Betriebe die Arbeit nicht normal weiterführen können, kann Schwendener noch nicht sagen. Aber dadurch, dass die Wintersaison frühzeitig abgeschlossen wurde, würden sehr viel Anmeldungen von Arbeitslosen aus dem Tourismusbereich eintreffen. Genaueres könne man aber erst in ein paar Wochen sagen.
Zurzeit läuft das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit auf Hochtouren. «15 bis 20 Personen arbeiten an den eintreffenden Gesuchen. Und wir werden in der kommenden Zeit noch mehr Personal einsetzen müssen», sagt Schwendener. Da aufgrund der Weisungen des Bundesrates sämtliche Kurse sowie Weiterbildungs- und Beschäftigungsmassnahmen für Arbeitslose geschlossen werden mussten, können die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Programme zur Bearbeitung der Gesuche um Kurzarbeitsentschädigung eingesetzt werden. Ob zusätzliches Personal benötigt wird, hängt gemäss Schwendener davon ab, wie viel Gesuche noch eingehen werden.