Scuol muss auf Gratisparkplätze warten
Gratisparkplätze fördern das Einkaufen im Dorf. Gratisparkplätze sorgen für zufriedene Gäste und Kunden. Mit Gratisparkplätzen wird der Tourismus im Tal unterstützt. Das sind nur drei Argumente, welche das Initiativkomitee «daplü per cumprar - damain per parcar» (Mehr fürs Einkaufen - weniger fürs Parkieren) ins Feld führen. Innert eines Monats konnten die sieben Initianten vor einem Jahr die Mitbürger für ihr Anliegen überzeugen. Am 29. Juni 2016 reichten sie eine gültige Initiative mit 500 Unterschriften ein.
Keine schnelle Lösung in Sicht
Laut Gemeindeverfassung ist der Gemeindevorstand bei einer Initiative dazu verpflichtet, innert Jahresfrist eine Urnenabstimmung durchzuführen. «Gemäss dem Amt für Gemeinden des Kantons Graubünden gilt dies allerdings nur, wenn die Gemeinde nicht entsprechend reagiert hätte», sagt Gemeindepräsident Christian Fanzun. Die Gemeinde Scuol sei aktuell dabei, ein einheitliches Parkiergesetz für die fusionierte Gemeinde zu erarbeiten. «Ziel ist, das harmonisierte Gesetz noch dieses Jahr unter Dach und Fach zu bringen», sagt Fanzun. Damit sind dem Initiativkomitee die Hände gebunden. «Wir können nichts anderes tun, als an unsere Initiative festzuhalten und abzuwarten, was die Gemeinde vorschlägt», meint Initiant Urs Domenig.