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Leben und Freizeit

Romanisch ist total in

Romanisch lernen, ist seit ein paar Jahren im Trend. Jeweils im Juli laufen in der Surselva, im Surmeir und im Engadin die Intensivkurse. Weswegen aber ist das Romanische so attraktiv geworden? Ein Erklärungsversuch.
19.07.2017, 05:00 Uhr
heute um 10:13 Uhr

In Ilanz haben die Feriensprachkurse am vergangenen Sonntag angefangen und dauern zwei Wochen. 108 Personen nehmen daran teil. Für die zwei Sprach- und Kulturwochen in Samedan im Oberengadin gab es 82 Anmeldungen, das sind 20 Prozent mehr als im Vorjahr. In Savognin liegt die Teilnehmerzahl bei rund 50 Personen und dies bereits seit Jahren. In Scuol wollen 133 Personen während der nächsten Woche Vallader lernen.

Laut Mario Pult von der Lia Rumantscha hat die Zahl der Teilnehmer seit 2010 jedes Jahr zugenommen, angefangen bei 81 Teilnehmern bis zu 134 Teilnehmern. Ähnlich sieht es bei den Romanischkursen in der Surselva aus. Hier reicht die Statistik bis ins Jahr 1990 zurück. Damals gab es 31 Anmeldungen, im vergangenen Jahr lag die Zahl bei 118. «Dieser Trend ist sehr erfreulich, ein Highlight unserer Arbeit», meint Pult. In Scuol gibt es jedes Jahr zwei Anfänger-Klassen mit rund 20 Personen. Die Teilnehmer der Romanischkurse kommen von überallher und sind jeden Alters.

Sprache, Kultur und Spass

Gründe, um Romanisch zu lernen, gibt es viele. Laut Pult ist die Gesellschaft heute besser für das Romanische sensibilisiert, die Sprache sei präsenter. Dies bestätigt auch Conradin Klaiss, Co-Leiter der Kurse in der Surselva. «Der Exotenbonus existiert. Wer Romanisch lernt, wird selber zum Exoten», sagt er weiter. Die Teilnehmer sind in allen Regionen oftmals auch Zweitwohnungsbesitzer oder Gäste, welche die Einheimischen verstehen möchten. In den letzten Jahren sind Kursangebot und Marketing stark ausgebaut worden. Das Konzept der Intensivkurse ist in jeder Region ähnlich. Um es mit dem Slogan der «cuors romontsch sursilvan» zu beschreiben, geht es um «lungatg, cultura, divertiment», also um Sprache, Kultur und Spass. Exkursionen, Musik und Gesang gehören beispielsweise dazu. Die Gemeinschaft hat einen hohen Stellenwert - ein Faktor, der in einer zunehmend globalisierten Welt offensichtlich geschätzt wird.

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