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Leben & Freizeit

Polizist: «An der Fasnacht müssen alle tolerant sein»

Südostschweiz
27.02.2019, 14:40 Uhr
12.05.2026, 16:56 Uhr

Am Donnerstag wird es auf den Strassen von Domat/Ems wieder bunt. Konfetti, farbige Kostüme und laute Guggen werden den traditionellen Umzug «Til da Bagordas» prägen und mit hunderten Schaulustigen die Emser Fasnacht feiern. Bei einer solchen Menschenansammlung muss unter anderem auf die Sicherheit ein Auge geworfen werden.

«Mitarbeiter der Securitas sind uns dabei behilflich, die Strassen abzusperren», sagt René Meier, Leiter der Gemeindepolizei Domat/Ems. Zwei Mitarbeiter achten auf die Autos und zwei oder drei weitere Mitarbeiter auf die Menschen am Strassenrand. «Damit sie nicht gleich auf die Strasse rennen», so Meier.

Auf den Strassen gibt es jedoch für die Fasnachtsfans keine Absperrungen und Schranken. Bisher sei dies auch nie nötig gewesen, sagt der Gemeindepolizist. «Ausserdem finden es die Leute schön, wenn sie nahe an den Wagen sein können. Man sieht einfach besser und auch die Stimmung ist besser.»

Zu breit ist nicht erlaubt

Rund zwei Stunden dauert die Strassensperre jeweils. Zwei Stunden, in denen weder der Privatverkehr, noch der Chur Bus oder Postauto ihre Kurse über Domat/Ems fahren können. «Sobald der Umzug vorbei ist, geben wir den Busunternehmen aber sofort Bescheid, dass die Strassen wieder frei sind», so Meier.

Ausserdem nimmt die Polizei alle grossen Wagen ab, die am Umzug teilnehmen. «Die Wagen dürfen nicht übermässig breit sein, die Leute, die sich darauf befinden, müssen genügend gesichert sein und auf dem Wagen darf nichts stark hin und her schwanken», erklärt Meier. Die am Umzug teilnehmenden Vereine und Gruppen würden diese Vorschriften so gut wie immer einhalten.

Bei Böllern hört der Spass auf

Wenn der grosse Umzug vorbei ist, sind die Sicherheitsleute weiterhin im Dorf präsent. Auch hier spielt der Strassenverkehr wieder eine grosse Rolle. «Wir sind dann vor allem im Bereich des Gemeindeplatzes, bei dem der Umzug endet, anwesend. Dort hat es meistens immer noch recht viel Verkehr», sagt der Gemeindepolizist und ergänzt: «Wir bleiben bis der grösste Teil der Fasnächtler die Strassen verlassen hat.»

Laut Meier haben die Sicherheitsbedenken während des Emser Fasnachtumzugs im Laufe der Jahre nicht zugenommen. «Das Einzige, das zugenommen hat, ist der Verkehr», sagt er.

«Es ist Fasnacht. Da muss man auf allen Seiten ein bisschen tolerant sein.» Für Meier hört diese Toleranz aber beispielsweise bei Böllern und Feuerwerkskörper auf. «Sie gehören für ihn einfach nicht zur Fasnacht», meint er.

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