Peyer: «Für uns ist wichtig, dass nun alle mithelfen»
Am Sonntagabend hat der Kanton Graubünden entschieden, seine Massnahmen betreffend dem Coronavirus zu verschärfen. Unter anderem werden ab Montag, 12 Uhr, alle Einkaufsläden, Restaurants und Bars geschlossen. Nur Lokale, wie Lebensmittelläden, Apotheken oder Banken bleiben geöffnet.
Regierungsrat Peter Peyer erklärt gegenüber Radio Südostschweiz die Beweggründe für die neuen Massnahmen: «Wir haben die Zahlen angeschaut, wie sich die Situation wegen dem Coronavirus entwickelt und haben uns mit den Erfahrungen der letzten Tage auseinandergesetzt. Ausserdem haben wir im Namen aller Kantonsärzte einen Bericht bekommen. Der Kantonsarzt vom Kanton Tessin hat uns dann genau geschildert, was im Moment bei ihnen passiert. Für uns ist dann klar gewesen, dass die bisherigen Massnahmen nicht ausreichen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.»
Ab Montagmittag steht Graubünden still
Ob diese verschärften Massnahmen das bewirken werden, was sie sollten, könne man aber nicht sagen. «Wir sind keine Propheten und wissen nicht, was alles noch kommt. Zurzeit machen wir das, was wir als angebracht empfinden. Aber wir müssen weiterhin genau beobachten, wie sich die Situation verändert», meint Peyer.
Viele Meinungen
Mit diesem beinahe «Lockdown» steht Graubünden nicht alleine da. Auch andere Kantone wie Neuenburg und Genf haben den Notstand ausgerufen. Jedoch hat dies der Bund bisher nicht schweizweit angeordnet, was der Kanton Graubünden nicht als hilfreich empfindet. Peter Peyer betont: «In so schwierigen Situationen wäre es hilfreich, wenn der Bund Massnahmen erlässt, welche für die ganze Schweiz gelten.»