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Leben & Freizeit

Kantonsspital Graubünden kämpft weiter um seine Kinderintensivstation

Südostschweiz
15.11.2023, 15:48 Uhr
heute um 14:32 Uhr

Ein Fachgremium von Medizinern plant einen massiven Abbau von Behandlungsangeboten im Bereich der hochspezialisierten Medizin. Betroffen davon wäre auch die Kinderintensivstation (KIPS) in Chur. Künftig sollen Betroffene nach St. Gallen und Zürich transportiert werden. Doch noch sind die Würfel nicht gefallen. Voraussichtlich im Frühling des nächsten Jahres wird das Fachgremium den endgültigen Entscheid treffen. Das Kantonsspital Chur (KSGR) hat jetzt eine Petition gestartet, um für die KIPS zu kämpfen. 

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Petition ab sofort aufgeschaltet

Am Freitag, 17. November, ist «Welt-Frühgeborenen-Tag». Dieser Tag soll an die Kinder erinnern, die als Frühgeburten auf die Welt kommen. Passend zu diesem Anlass wird das KSGR am Freitag und Samstag mit einem Stand am Andreasmarkt auf dem Postplatz in Chur anwesend sein. Dort wird laut einer Mitteilung des KSGR die Möglichkeit bestehen, die Petition online zu unterschreiben.

Der Petitionstext lautet: «Wir – die Bevölkerung in Graubünden und der ganzen Südostschweiz – wollen, dass diese Leistungsaufträge weiterhin dem Kantonsspital Graubünden zugeteilt werden: Früh- und Termingeborenenintensivpflege/Neonatologie, schweres Trauma und Polytrauma, inklusive Schädelhirntrauma bei Kindern und Jugendlichen, sowie Kinder-Onkologie (wie bisher mit reduziertem Leistungsauftrag als Satellitenstation des Kinderspitals Zürichs).»

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Wenn ein Kind zu früh auf die Welt kommt, sei seine unmittelbare Versorgung entscheidend, heisst es in der Mitteilung, denn «Zeit ist Leben». Darum sei es so wichtig, dass die Intensivstation in Chur erhalten bleibe, die Wege nach St. Gallen oder Zürich sind weit, besonders aus einem der Bergdörfer Graubündens.

Die Petition ist hier abrufbar. 

(red)

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