Zum Hauptinhalt springen
Leben und Freizeit

«O sole mio» auf dem Linthkanal

Im Sommer lassen sich viele mit ihren Gummibooten, aufblasbaren Pizzastücken oder Einhörnern den Linthkanal hinuntertreiben. Neu vermieten dafür zwei Glarner Schlauchboote. Einen Fahrt mit den beiden «Linth-Boot»-Kapitänen Marian Schulz und Flavio Keller. Sie geben im Video Tipps für Böötler auf dem Linthkanal.
Marco Lüthi (ml)
01.07.2017, 08:00 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Mit den kurzen Paddeln stossen sich Marian Schulz und Flavio Keller an den Steinen am Ufer kräftig ab. Die Strömung zieht die «Tamina» mit. Das Schlauchboot und ihre paddelnde Crew in «Uniform» – einem blauem T-Shirt und einer knallroter Schwimmweste – nimmt Fahrt auf. Das Böötli-Abenteuer auf dem Linthkanal in Ziegelbrücke beginnt. Mit dem Ziel Benken. Was auf den nächsten 7,5 Kilometern zu tun ist, wissen die beiden längjährigen Böötli-Kapitäne bestens. Und das ist gut, denn sie steuern auf die schäumende Stromschnelle zu.

Seit drei Wochen vermieten sie unter dem Namen «Linth-Boot» Schlauchboote auf dem Linthkanal. Den Mietservice betreiben sie gemeinsam mit acht weiteren Personen. Sie machen das nebenberuflich. Marian Schulz arbeitet als Zugführer bei den SBB, Flavio Keller ist Servicetechniker bei einer Wassertechnik-Firma. 

Und so funktioniert ihr Miet-Service: Die Leute rufen an, worauf die beiden Männer das reservierte Schlauboot zu einer von drei Einwässerungstellen bringen: auf dem Walensee beim Campingplatz Gäsi oder an zwei Orten in Ziegelbrücke. Entweder vor der Stromschnelle vis-à-vis des Bahnhofs Ziegelbrücke oder danach in einer kleinen Bucht, rund 400 Meter nach der Eisenbahnbrücke.

Wie weit man sich im Schlauchboot treiben lassen möchte, kann jeder Böötler selbst entscheiden. Bis nach Benken beim Restaurant «Chronä», nach Uznach Grynau oder bis in den Hafen von Schmerikon. An allen Anlegestellen kann das Boot angekettet zurückgelassen werden. Für die Fahrt von Ziegelbrücke nach Schmerikon müssen etwa drei Stunden eingerechnet werden. Vom Gäsi aus etwas mehr als vier Stunden.

«O sole mio» auf dem Linthkanal

«O sole mio» auf dem Linthkanal | Südostschweiz