In Graubünden wird wohl niemand gekürt
Im Kanton Graubünden wird es keine World Skills, Euro Skills und Swiss Skills geben. Hauptgründe sind insbesondere die fehlende Infrastruktur und die hohen Kosten. Zu diesem Schluss gelangt die Regierung nach der Prüfung einer entsprechenden Machbarkeitsstudie. Dieser ist zu entnehmen, dass keine realistischen Chancen für eine Organisation und Durchführung der World Skills bestehen und von einer Kandidatur für die Swiss Skills abzuraten sei.
Beispielsweise bestehen weder geeignete überdachte Wettkampf- noch Showflächen, wie es in einer Mitteilung heisst. Ausreichend Platz für temporäre Bauten würde zum Beispiel der Industriepark Vial in Domat/Ems bieten. Im Falle einer Bündner Kandidatur müsste die Fläche allerdings für die kommenden Jahre freigehalten werden. Die Regierung ist jedoch vorrangig daran interessiert, an diesem Standort Wirtschaftsbetriebe anzusiedeln.
Alleine eine Bewerbung für die Durchführung der WorldSkills würde Kosten in Höhe von über 1,5 Millionen Franken auslösen. Gemäss der Machbarkeitsstudie müsste bei einer erfolgreichen Kandidatur mit einer finanziellen Beteiligung der öffentlichen Hand in Höhe von etwa 122 Millionen Franken gerechnet werden. In diesem Kontext wurde auch eine Kandidatur für die Euro Skills geprüft. Dabei zeigte sich, dass auch diese mit hohen Kosten für die Infrastruktur verbunden wäre. Eine Kandidatur für die Berufsmeisterschaften WorldS kills, Euro Skills und Swiss Skills wird daher vorläufig nicht weiterverfolgt.