Im Churer Rheintal kommt es zum Dörfermix
Die «Bündner Herrschaft» geniesst einen guten Ruf. Nun ragen an der Autobahnstrecke in Richtung Süden und Norden je eine neue Tafel, welche die Region ankünden. Eine dritte soll dazukommen. Einige Leser waren jedoch verwirrt. Die Tafel in Richtung Norden steht nämlich bereits vor der Ausfahrt Zizers, auf der Höhe Trimmis, was zu den «Fünf Dörfer» gehört.
Trimmis gehört zusammen mit Haldenstein, Untervaz, Zizers und Landquart zum Kreis der «Fünf Dörfer». Die «Bündner Herrschaft» beinhaltet Malans, Maienfeld, Jenins und Fläsch.
«Wir haben uns bereits lange bevor wir die Tafeln in Angriff genommen haben zusammen mit Heidiland Tourismus AG überlegt, wie unsere touristische Region nach Aussen kommuniziert wird», schreibt Felicia Montalta, Präsidentin des Vereins Tourismus Bündner Herrschaft/ Fünf Dörfer auf Anfrage.
Aufwand zu gross
Bei den Tafeln handelt es sich um eine touristische Signalisation. Die Tafeln seien keine Wegweiser oder Ortstafeln. Es mache in dieser Hinsicht nämlich keinen Sinn, die Fünf Dörfer abzutrennen, sagt Montalta. «Der Aufwand die ‹Fünf Dörfer› touristisch bekannt zu machen, wäre viel zu aufwendig und macht keinen Sinn. Deshalb haben wir uns aus touristischer Sicht entschieden, der ganzen Region ‹Bündner Herrschaft› zu sagen.»
Montalta ist überzeugt, dass diese Sicht für den Gast richtig ist. «Aus ‹Innensicht› kann das im ersten Moment etwas komisch sein, deshalb verstehe ich die Nachfrage.»
Die drei touristischen Tafeln seien vom Branchenverband graubündenWEIN erneuert worden, welche auch zum Verein Tourismus Bündner Herrschaft/ Fünf Dörfer gehört, sagt Montalta weiter.
Bei diesen Signalisationen wird zwischen Ankündigungstafeln und Willkommenstafeln unterschieden, wie auf «graubuenden.ch» steht.
- Die Ankündigungstafel zeigt an, dass die angegebenen touristischen Ziele oder Regionen über die nächste Ausfahrt erreicht werden können.
- Die Willkommenstafel zeigt eine touristisch bedeutsame Region an. Auf das Ende der signalisierten Region darf nicht hingewiesen werden.
Es ist nicht die erste Tafel in Graubünden, die für Diskussionsstoff sorgt. Anfangs Jahr wurden nämlich auch die Churer Destinationstafeln ausgetauscht: