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Leben & Freizeit

Illegaler Aschen-Entsorgung wird Riegel geschoben

Südostschweiz
10.11.2019, 13:31 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Weil Flugbestattungen in Deutschland verboten sind, weichen die Bestatter laut der «Sonntags Zeitung» seit Jahren auf den Schweizer Luftraum aus. Dabei transportierten sie die Asche von Verstorbenen mit Kleinflugzeugen in die Schweiz und schütteten die Urnen über den Alpen aus.

Ein Bestatter aus Bayern fliege rund 30-mal pro Jahr mit bis zu zehn Urnen unter anderem in die Schweiz und schütte deren Inhalt meist über den Bündner Alpen aus.

Georg Thomann vom Amt für Natur und Umwelt Graubünden (ANU) wusste nichts von kommerziellen Anbietern. Thomann sagte gegenüber der Zeitung: «Solche Bestattungen sind meiner Ansicht nach gestützt auf die eidgenössische Umweltschutzgesetzgebung ganz klar nicht erlaubt und damit illegal.» Es handle sich um eine «illegale Abfallentsorgung». Das Bundesamt für Zivilluftfahrt Bazl wolle nun handeln und die fehlbaren deutschen Bestatter allenfalls zur Verantwortung ziehen, hiess es.

Die Asche eines Verstorbenen sei auf einem Friedhof oder einer dafür vorgesehenen Anlage auszubringen. Gleichzeitig verletzen Flugbestattungen laut Thomann aber auch das im Umweltschutz geltende Vorsorgeprinzip. Emissionen, wozu auch die ausgeschüttete Asche gehöre, seien so weit wie möglich zu begrenzen. (phw)
 

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