Veloweggesetz macht der Bündner Bachelorette einen Strich durch die Rechnung
Wegen der Äusserungen in einem Video auf Instagram der Bündner Bachelorette Yara Buol kam es in den vergangenen Wochen vermehrt zu Diskussionen auf sämtlichen Plattformen im Internet. In dem Video sagte sie, dass das Velofahren im Winter zu gefährlich sei und die Fahrräder grundsätzlich aus dem Strassenverkehr verbannt werden sollten. Doch ist das Velofahren im Winter wirklich so gefährlich und sind ihre Forderungen überhaupt gerechtfertigt?
Graubünden ist ein Velokanton
Das geforderte Verbot der Bündner Bachelorette Yara Buol für Velos im Strassenverkehr durchzusetzen wird kläglich scheitern. Denn «mit dem nationalen Veloweggesetz wurde der Kanton Graubünden und damit auch die Gemeinden verpflichtet, in den nächsten 20 Jahren ein durchgehendes, sicheres und attraktives Velowegnetz zu bauen». Das schreibt Provelo Graubünden auf ihrer Internetseite.
Bereits im Jahr 2019 hat die Regierung des Kantons den Sachplan Velo genehmigt und somit einen Entwicklungsschwerpunkt ins Regierungsprogramm 2021 bis 2024 aufgenommen. Das bedeutet, dass zukünftig nicht weniger Velos am Strassenverkehr teilnehmen werden, sondern eher mehr.
Weniger Unfälle auf «nassen» Strassen
Für die letzten Schneetage gibt es zwar noch keine Zahlen, aber auf Anfrage bestätigte die Kantonspolizei, dass sich das Chaos auf den Strassen in Grenzen gehalten hätte. «Eigentlich passiert auf nassen Strassen weniger als auf trockenen Strassen», sagt Anita Senti, Leiterin Kommunikation der Kantonspolizei Graubünden.
Das läge vermutlich daran, dass Autofahrende bei Niederschlag vorausschauender fahren und sich mehr auf den Strassenverkehr und die Umgebung konzentrieren würden. Wenn es dann doch zu einem Velounfall kommen sollte, dann läge es oft daran, weil Menschen auf dem Velo die Witterungs- und Strassenverhältnisse nicht richtig einschätzen.