Fazit: 51 Lawinenunfälle in Graubünden
Viele Wintersportfans wurden in dieser Saison mit Schnee verwöhnt. Besonders im Prättigau und in Davos liess es Frau Holle anfangs Januar schneien, wie noch nie seit Messbeginn. Innerhalb von zehn Tagen sammelten sich in den höheren Lagen über drei Meter Schnee. Bei diesen Schneemengen war es also kein Wunder, dass Mitte Januar die Lawinengefahr auf die Höchststufe 5, sehr gross, gesetzt wurde.
Zwei Lawinentote in Graubünden
Allgemein gingen viele Lawinen nieder, besonders Schadenlawinen, bestätigt Celia Lucas vom WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF gegenüber Radio Südostschweiz. Aber auch Lawinen mit Personenbeteiligung gab es zu verzeichnen. Im Kanton Graubünden waren es bis dato 34. Dabei wurden insgesamt 51 Personen erfasst – zwei davon kamen ums Leben. Die Zahlen würden sich aber unterhalb des Durchschnitts der vergangenen Jahre bewegen. Dies sei mit Sicherheit auch den Vorkehrmassnahmen, wie Lawinensprengungen, Verbauungen und vorzeitige Evakuationen der Gefahrengebiete, zu verdanken.
Im Januar waren es vor allem die Staublawinen, die zu schaffen machten. Diese seien bei Niedergang jeweils sehr weit ins Tal vorgestossen, erklärt die Expertin. Seitdem die Temperaturen aber wieder angestiegen sind, handle es sich vor allem um Nassschneelawinen.
Die Gefahrenstufe liegt im Moment auf Stufe 3, erheblich. Bis in den Bergen die Scheemassen weggeschmolzen sind, dauert es noch eine Weile. Auf dem Messfeld des Weissfluhjochs liegen nämlich noch immer zweieinhalb Meter Schnee. (stn)
Zieht es Euch nochmals auf eine Skitour? Vergesst nicht, vorab das Bulletin des SLFs zu konsultieren.