Ein eisiger Monat: Minus 8,2 Grad im Mittel
Auf der Alpennordseite über 1000 Meter über Meer lagen die Temparturen im Januar im Schnitt bei -8,2 Grad und damit deutlich unter der Norm der Jahre 1981 bis 2010, wie Meteo Schweiz mitteilt. Zuvor war nur der Januar 1985 mit -10,6 Grad kälter. Danach muss man bis in den Seegfrörni-Winter 1962/63 zurückblättern, um erneut auf einen Jahresbeginn mit deutlich tieferer Temperatur zu treffen, wie es im Schreiben der Wetterexperten weiter heisst. Damals sanken die Temperaturen im Schnitt auf -10,9 Grad.
Neuschnee brachte Lawinengefahr
Laut Meteo Schweiz war zudem eine starke Nordwestströmung für massive Neuschneefälle vom 12. bis 14. Januar verantwortlich. In Nord- und Mittelbünden und im Unterengadin fielen in Berglagen innerhalb von drei Tagen 90 bis 140 cm Schnee. Im Rekordjahr Januar 1951 verzeichnete Mittelbünden Werte zwischen 180 und 230 cm. Die erheblichen Neuschneemengen hatten grosse Lawinengefahr zur Folge, weshalb die Zugänge zu einzelnen Alpentälern vorübergehend unterbrochen waren - so zum Beispiel nach Disentis.
Bis zu -27 Grad in Samedan
Kühle Luftmassen aus nördlicher Richtung sorgten vom 23. bis am 26. Januar ausserdem auch in tieferen Lagen auf der Alpennordseite hin und wieder für etwas Schneefall. Klare Nächte liessen zudem das Thermometer in einzelnen Alpentälern auf unter -20 Grad sinken. Andermatt registrierte dabei teils -25 Grad und Samedan gar -27 Grad.