Drei tote Hunde in fünf Tagen: Rätselhafte Serie am Obersee
Es müssen dramatische Szenen gewesen sein, die drei Hundehalter in den letzten Tagen erleben mussten. Nach einem Spaziergang am Obersee ob Näfels wurden ihre Hunde plötzlich extrem schwach, die Augen weiteten sich, dann verloren sie das Bewusstsein. Und noch bevor sie bei der Tierklinik am Kreis angekommen waren, waren sie tot.
Für Tierarzt Hanspeter Weber ist das ein Grund zur Sorge: «Ich weiss wirklich nicht, was die Todesursache sein könnte.» Eine Serie von Todesfällen, die so rasch eintreten, habe er in seiner Zeit als Tierarzt noch nie erlebt.
Die mögliche Vermutung, dass wieder ein Hundehasser Giftköder ausgelegt haben könnte, will er nicht bewerten. Aber er sagt: «Die Symptome passen nicht zu den Giften, die in solchen Fällen verwendet werden.» Darum werden zwei der drei toten Hunde jetzt untersucht. Wie lange das dauert, kann Weber nicht sagen. «Das kommt ganz auf den Aufwand an, den man betreiben will.»
Polizei wartet auf die Ergebnisse der Untersuchungen
Daniel Menzi, Sprecher der Kantonspolizei Glarus, bestätigt, dass man eine Meldung über die rätselhaften Todesfälle erhalten hat. «Wir warten jetzt ab, was für Ergebnisse die Untersuchung der toten Hunde liefert», sagt er. Eine Spekulation über den Grund für die Todesfälle sei darum jetzt nicht angebracht.
Grundsätzlich rät Menzi aber den Hundebesitzern: «Halten Sie ihre Hunde an der kurzen Leine und achten Sie darauf, was die Hunde fressen.» Sobald man genau wisse, was der Grund für die Todesfälle sei, werde man die Bevölkerung informieren.
Den gleichen Ratschlag gibt auch Tierarzt Weber von der Tierklinik am Kreis. «Mehr kann man zu diesem Zeitpunkt nicht tun», so Weber.