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Leben und Freizeit

Die Verkehrspolizei zieht um

Beim Kanton steht eine grössere Züglete an: Die Verkehrspolizei zieht auf das Zeughausareal, während die Schlichtungsbehörde deren altes Zuhause übernimmt. Vorher müssen beide Gebäude saniert und umgebaut werden – dafür bleibt nicht einmal ein Jahr Zeit.
Ueli Weber
23.08.2017, 05:00 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Bisher ist die Verkehrspolizei im «Alten Wachtposten» in Glarus untergebracht. Der Platz im kleinen Gebäude zwischen Gerichtshaus und Landesbibliothek ist aber sehr knapp bemessen: Die Polizisten haben weder ein Besprechungszimmer noch einen Raum für Einvernahmen.

Der Regierungsrat hat jetzt beschlossen, den Fachdienst Verkehr in einem anderen Gebäude unterzubringen: Die Verkehrspolizisten beziehen im kommenden Frühjahr ihre Büros im unteren Geschoss des Gebäudes «Reitbahn» auf dem Zeughausareal. Der Kanton hat dieses erst in diesem Frühling dem Bund abgekauft. Früher lagerte der Zivilschutz hier Material ein. Ausserdem war eine Werkstatt darin untergebracht. Mittlerweile hat der Zivilschutz alles in das benachbarte Gebäude «Eidgenoss» gezügelt, das direkt an der Hauptstrasse liegt. Die Werkstatt kommt gemäss dem neuesten Regierungsratsbulletin ins Zeughaus. Die «Reitbahn» muss saniert und umgebaut werden, damit sie als Verwaltungsgebäude dienen kann. Der Kanton schätzt die Kosten auf rund 2 Millionen Franken.

Die Zeit drängt

Die Gebäudehülle wird schon im Herbst saniert: Alle Fenster werden ersetzt, die Mauern gedämmt und neue Böden verlegt. Diese Arbeiten sind nötig, damit das Gebäude später geheizt werden kann. Im Februar beginnt der Innenausbau, um die neuen Büros für die Verkehrspolizisten zu schaffen. Die Kredite kommen laut Regierungsrat ins Budget für das Jahr 2018. Der Zeitplan für Umbau und Umzug ist eng: Wie der Kanton mitteilt, muss das Gebäude bis im Frühsommer 2018 bezugsbereit sein. Die neu geschaffene Schlichtungsbehörde des Kantons wird dann im «Alten Wachtposten» ihre Büros beziehen und ihre Arbeit aufnehmen. Und auch der «Alte Wachtposten» muss vorher wieder auf Vordermann gebracht werden: Das WC ist in die Jahre gekommen, und das Gebäude ist für Rollstuhlfahrer schwer zugänglich. Ausserdem muss ein Empfangsschalter gebaut werden, eine Garderobe, ein Sekretariat und ein Verhandlungsraum. Die Umbaukosten inklusive Rampe betragen laut Kanton rund 200 000 Franken.

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