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Leben & Freizeit

Die Geschichte der «Beugehäuser»

Südostschweiz
14.05.2019, 04:30 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Die Beugehäuser sind älter als das schweiz- , wenn nicht gar weltweit erste Markenprodukt, der Glarner Schabziger. Die beiden Turmbauten wurden 1415/16 errichtet, wie Franz Landolt erzählte. Er ist Präsident der Genossenschaft Alterswohnungen Linth. Diese hatte die Häuser mit dem Plan gekauft, sie abzubrechen und Alterswohnungen zu bauen.

Doch bei genaueren Abklärungen auf Geheiss des Heimatschutzes folgte die Erkenntnis, dass nicht einmal ein teilweiser Abbruch in Frage kommt. Aufgrund der Holzaltersbestimmung und des baugeschichtlichen Gutachtens wurde die Schutzwürdigkeit der Wohnhäuser als sehr hoch beurteilt.

Architekt Volkert Marterer erklärte anhand der Aufnahmen des Ist-Zustands, wie die Häuser entstanden und welche baulichen Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte gemacht wurden. Er wies auf den Mut zur Farbe hin, die beim Gestalten der Häuser geherrscht hatte, und zeigte die gut erhaltenen Elemente aus der Gotik und dem Barock.

Reise in die Vergangenheit

Die Restaurierung und Neugestaltung zu Alterswohnungen ist eine finanzielle Herausforderung für die Genossenschaft. Mit der Organisation «Edition B» wurde ein Konzept ausgearbeitet, um Sponsorengelder zu generieren. Gleichzeitig wird daran gearbeitet, die Gebäude zu national schützenswerten Objekten erklären zu lassen.

Mit Sepp Schwitter konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer in alte Zeiten reisen und die Eigentümer der Häuser kennenlernen, die finanziell und sozial gut gestellt waren. Mucksmäuschenstill wurde es im Bohlensaal, als Schwitter die Geschichte vom Beugefräulein erzählte, das zu Zeiten der Vögte Stadion gelebt hatte. Ihre Rundgänge spät in der Nacht würden erst aufhören, so der Erzähler, wenn der jüngste Tag angebrochen sei.

Der Anlass wurde organisiert vom Kulturforum Brandluft und der Genossenschaft Alterswohnungen Linth.

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